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DHBW-Studierende stellen jährlich ihre Projekte vor (von links): Professor Armin Pfannenschwarz mit den Studenten Linda Schnell (Josef Schnell GmbH), Jonas Keller (Explain), Henrik Rohde (Fleiner-/Rats-Apotheke), Daniela Weizenegger (HolzbauWeizenegger) und Marco Koch (RTK-Karlsruhe GmbH). Foto: Doris Löffler
DHBW-Studierende stellen jährlich ihre Projekte vor (von links): Professor Armin Pfannenschwarz mit den Studenten Linda Schnell (Josef Schnell GmbH), Jonas Keller (Explain), Henrik Rohde (Fleiner-/Rats-Apotheke), Daniela Weizenegger (HolzbauWeizenegger) und Marco Koch (RTK-Karlsruhe GmbH). Foto: Doris Löffler © Doris Löffler
14.12.2011

"Ich würde es jederzeit wieder machen"

Jonas Keller ist Prokurist der Explain GmbH. „Wir machen die besten Präsentationen Deutschlands“, lautet sein Motto. Das junge Karlsruher Unternehmen bringt Powerpoint-Präsentationen von kleinen und mittelständischen Firmen sowie Konzernen auf Vordermann. Explain gestaltet und optimiert die Powerpoint-Folien und ihren Ablauf so kurzweilig, dass der Vortragende nicht vor einem dösenden Publikum referieren muss. Eines der wesentlichen Ziele ist, dass die Information beim Empfänger ankommt und haften bleibt. Und dennoch sollte die Präsentation unterhaltsam sein.

2004 wurde Explain von Sven Hager gegründet. Von acht Beschäftigten wuchs das Startup auf jetzt 27 Mitarbeiter – inklusive Auszubildende. 3.000 Projekte liefen seither durch die Powerpoint-Optimierungsmaschinerie, deutschlandweit rund 300 Kunden nutzen den Explain-Service. Darunter sind freilich auch Firmen aus der Region Nordschwarzwald, zum Beispiel Deutschlands größtes Industriefoto-Studio Gieske in Pforzheim.

Prokurist Jonas Keller ist demnach also reichlich mit Arbeit eingedeckt. Und dennoch hatte sich der heute 26-Jährige vor ein paar Jahren dazu entschlossen, den Studiengang Unternehmertum an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Karlsruhe zu belegen. Das Studium ist speziell für junge Unternehmerinnen und Unternehmer, für Nachwuchskräfte und im Management Tätige. Es gilt bundesweit als einmalige Einrichtung dieser Art.

Und so sah in den vergangenen drei Jahren der Tagesablauf von Jonas Keller und seinen Kommilitonen aus: Die Zeit von Montag bis Donnerstag gehört dem Unternehmen. Freitags und samstags haben die Führungskräfte – vornehmlich aus Baden-Württemberg – Vorlesung in Karlsruhe. Studentische Heimarbeiten, Klausur-Vorbereitungen und ähnliche Aufgaben schränken die Freizeit zusätzlich ein. „Es war sehr anstrengend. Aber ich würde es jederzeit wieder machen“, sagt Keller. Das Studium vermittle neben zahlreichen fachlichen Grundkenntnissen übers Unternehmertum auch persönliche Sicherheit für Führungsfunktionen: „Ich kann wichtige Entscheidungen jetzt mit einem guten Standing treffen“, sagt er.

Laut Professor Armin Pfannenschwarz sind aktuell 60 Studierende in den verschiedenen Jahrgängen eingeschrieben. Frauenquote: rund ein Drittel. Die Abbrecherquote insgesamt – meist im ersten Semester – beziffert er auf zwölf Prozent.

Weiter Informationen unter www.dhbw-karlsruhe.de und www.explain.de