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14.12.2011

In der Welt der Kleinteile ist Nonnenmacher ganz groß

Filigrane Uhrzeiger drehen sich in den Armaturen der Mercedes-S-Klasse und in den Edelmodellen von Audi. Winzige Halogenlampen sitzen auf noch kleineren Sockeln. Feinste Schräubchen sind in Brillenscharniere eingedreht. „Wir sind spezialisiert auf die Herstellung von Microgussteilen aus hochschmelzenden Legierungen. Klein- und Kleinstteile, die konstruktiv nur in Kunststoff denkbar sind, jedoch die mechanischen Eigenschaften eines Metallteils aufweisen müssen“, erklärt Bernd Nonnenmacher. Der Diplom-Ingenieur ist geschäftsführender Gesellschafter und Gründer der Nonnenmacher GmbH & Co. KG in Ölbronn-Dürrn. Er sagt: „Bei filigranen Gussteilen haben wir ein Alleinstellungsmerkmal.“ Neben dem Microguss gehören Spritzgusswerkzeuge und Kunststoffteile zum Programm der Klein- und Großserienfertigung.

Außderdem stellt das Unternehmen mittels Microguss Rapid Prototyping (RP) direkt aus 3D-Daten Metall-Prototypen im Originalmaterial her. Selbst komplexe Stanz-Biege-Teile mit Wandstärken ab 0,12 Millimetern können innerhalb weniger Arbeitstage geliefert werden.

In der kleinformatigen Welt der Mikrometermaße ist Nonnenmacher ganz groß. Der gelernte Werkzeugmacher mit Feinwerktechnik-Studium hat 1980 einen Ein-Mann-Betrieb für Werkzeugbau gegründet. Inzwischen beschäftigen sich rund 50 Mitarbeiter sowie durchschnittlich zwei bis drei Auszubildende mit den Kernkompetenzen des Unternehmens: Werkzeugbau, Kunststoffspritzerei und Microguss.

Der Maschinenpark, der sich laut Nonnenmacher auf dem neuesten Stand der Technik befindet, ermöglicht die Herstellung von Spritzguss- und Druckgussformen bis zu einer Größe von 600 mal 600 Millimeter. Im eigenen Werkzeugbau werden die Spritzgießwerkzeuge konstruiert und gefertigt, die zur Herstellung der Kunststoffteile benötigt werden.