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Was hat der Iran-Konflikt mit Nürnberger Rostbratwürsten zu tun? Aus dem Iran kommen die Schafsdärme für die fränkische Wurstspezialität, und der Preis für die Därme hat sich durch den Konflikt verdreifacht. Das könnt der deutsche Bratwurst-Fan bald zu spüren bekommen.
Was hat der Iran-Konflikt mit Nürnberger Rostbratwürsten zu tun? Aus dem Iran kommen die Schafsdärme für die fränkische Wurstspezialität, und der Preis für die Därme hat sich durch den Konflikt verdreifacht. Das könnt der deutsche Bratwurst-Fan bald zu spüren bekommen. © dpa
24.02.2012

Iran-Konflikt verteuert Nürnberger Rostbratwürste

Nürnberg. Die Welt ist ein Dorf geworden. Und wenn in China der legendäre Sack Reis umfällt, kann das Beben heute blitzschnell bei uns zu spüren sein. So verteuert der Iran-Konflikt wahrscheinlich die Nürnberger Bratwürste.

Die fränkischen Bratwursthersteller litten unter den stark gestiegenen Preisen für Schafsdärme - diese seien inzwischen fast dreimal so teuer wie vor 18 Monaten, sagte der Nürnberger Metzgermeister Claus Steiner der Nachrichtenagentur dpa. In Schafsdärme (Saitlinge) sind traditionell auch die Nürnberger Rostbratwürste gehüllt.

Kosteten 90 Meter Saitling, die für etwa 1000 Bratwürste reichen, im Sommer 2010 noch 6,30 Euro, liege der Preis inzwischen bei 17,20 Euro. Über kurz oder lang - spätestens mit Beginn der Grillsaison - müsse diese Teuerung an die Kunden weitergegeben werden, sagte der Unternehmer voraus. Zumal sich nicht nur Schafsdärme, sondern auch Gewürze wie Pfeffer spürbar verteuert hätten.

Der Anstieg liege zum einen an den schlechteren Handelsbeziehungen mit dem Iran, zum anderen an neuen Abnehmern auf dem Weltmarkt wie China, die ebenfalls Gewürze und Schafsdärme nachfragten, berichtete Steiner. Dabei berief er sich vor allem auf Gespräche mit Großhändlern. Der Schutzverband Nürnberger Bratwürste wollte sich zunächst nicht zu dem Problem äußern, kündigte aber für nächste Woche eine Stellungnahme an. dpa

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