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14.03.2014

Jessica Buhlmann und die Galerie Anja Rumig erhalten den art Karlsruhe Preis 2014

Die One-Artist-Show der Galerie Anja Rumig aus Stuttgart (Halle 2/D12) mit der Berliner Künstlerin Jessica Buhlmann ist die Beste der diesjährigen art KARLSRUHE, das entschied die hochkarätig besetzte Jury. Folgerichtig erhalten beide gemeinsam den art KARLSRUHE-Preis 2014.

Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung Preis übergab Dr. Claudia Rose, Abteilungsleiterin für Kunst im Ministerium für Wissenschaft und Kunst gemeinsam mit Dr. Susanne Asche, Kulturamtsleiterin der Stadt Karlsruhe heute (14. März) im Rahmen einer kleinen Feierstunde auf der Internationalen Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst in der Messe Karlsruhe.

„Wir freuen uns, mit Jessica Buhlmann eine aufregend frische Position der neuen abstrakten Malerei auszeichnen zu können“, heißt es im Statement der Jury. „Die Bilder der Künstlerin überzeugten uns durch das collagenhafte Zusammenspiel von polychromen Strukturen und monochromen scharfkantigen Flächen. Ihre ausgewogenen, aber spannungsvollen Farb- und Formkompositionen sind in der One-Artist-Show der Stuttgarter Galerie Anja Rumig in einer stimmigen Auswahl aus großformatigen Leinwänden und kleinformatigen Glasbildern zu sehen, die hervorsticht. In dem farbenstarken Nebeneinander von rohen, verwischten Formationen und glatten kompakten Flächen entsteht in Buhlmanns Gemälden eine räumliche Tiefe, die an das Gegenständliche erinnert und dennoch abstrakt bleibt. Ihre grafisch anmutenden Formenensembles erscheinen wie Welten, aus denen die Zeichen entfernt wurden. Genau diese Ambivalenz zwischen dem Abstrakten und der Erinnerung an das Gegenständliche macht den besonderen Reiz von Buhlmanns Malerei aus“, so die Jury weiter.

Der Baden-Württembergische Kunststaatssekretär Jürgen Walter bezeichnet den gemeinsam von Land und Stadt Karlsruhe getragenen art KARLSRUHE-Kunstpreis als „Initiative zur Stärkung der Messe“. „Der Preis schafft für die Galerien einen zusätzlichen Anreiz, sich einer künstlerischen Einzelposition zu widmen und erhöht die Attraktivität, auf der art KARLSRUHE vertreten zu sein. Die steigenden Besucherzahlen und die zunehmende Präsenz ausländischer Galerien machen deutlich, dass die art KARLSRUHE nicht nur eine feste Größe im deutschen Messegeschehen ist, sondern sich längst auch international etabliert hat.“

„Der art KARLSRUHE-Preis zeichnet jedes Jahr eine herausragende One-Artist-Galerie und deren auf der Messe präsentierte künstlerische Position aus“ sagt Kulturbürgermeister der Stadt Karlsruhe Wolfram Jäger. „Und er bewahrt aber auch die Erinnerung an die art KARLSRUHE für das kulturelle Gedächtnis der Stadt, denn die mit dem Preisgeld angekauften künstlerischen Arbeiten werden Teil der art KARLSRUHE-Kollektion, die in der Städtischen Galerie angesiedelt ist. Ich wünsche mir, dass in den kommenden Jahren noch weitere hervorragende Positionen aus Deutschland und aus der Welt hinzukommen.“

Seit 2008 wird auf der art KARLSRUHE der gleichnamige Preis vom Land Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe gemeinsam an die beste One-Artist-Show verliehen. Zudem dokumentiert der gelbe One-Artist-Katalog die Einmaligkeit und Dynamik der One-Artist-Shows. Mitglieder der Jury 2014 waren Dr. Brigitte Baumstark (Leiterin Städtische Galerie Karlsruhe), Michael Hübl (Leiter Kulturredaktion Badische Neueste Nachrichten), Prof. Dr. Pia Müller-Tammen (Direktorin der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe), Werner Pokorny (Künstler) und Nadja Quante (Kunstverein Baden).

Die bisherigen Preisträger:

2013: Claude Wall und der Galerist Angelo Falzone

2012: Tatjana Doll und ihr Galerist Klaus Gerrit Friese.

2011: Jens Hanke und die Galerie Hunchentoot.

2010: Julius Grünewald und die Galerie Karlheinz Meyer

2009: Thomas Müller und die Galerie Sturm

2008: Reto Boller und die Galerie Mueller-Roth