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Die Karlsruherin Valeria Bystritskaia will Miss Universe werden. © dpa
Diese drei Schönheiten wollen Miss Universe werden: (von links) Miss Costa Rica 2011, Johanna Solano; Miss Finnland 2011, Pia Pakarinen; and Miss Frankreich 2011, Laury Thilleman. © dpa
06.09.2011

Karlsruherin Valeria Bystritskaia will Miss Universe werden

São Paulo. Die Karlsruherin Valeria Bystritskaia will Miss Universe werden. Keine leichte Aufgabe, denn die «Miss Universe Germany 2011» muss sich mit Schönheitsköniginnen aus 89 Ländern messen. Aber auch wenn der Konkurrenzkampf unter den jungen Frauen groß ist - die Stimmung in der pulsierenden Elf-Millionen-Stadt São Paulo erinnert eher an einen Klassenausflug.

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Es ist eine bunte, quirlige Truppe. «Zickenterror» scheint eher die Ausnahme. Die Frauen sind 18 bis 27 Jahre jung, lachen und scherzen, posieren für Kameras, geben Interviews und genießen die Zeit in Brasilien. Der Terminkalender bis zum 12. September, dem Tag der Wahl, ist übervoll. Museen, Restaurants, Beach-Volleyball, Laufstege, Konzerte, Samba und Choreografie-Training. Die Krone der Miss Universe muss erarbeitet werden.

Auch die 25-jährige Karlsruherin Valeria Bystritskaia kann dem Medienrummel kaum entkommen. «Das ist aber eine gute Vorbereitung für die nächste Miss Universe, die ja das ganze Jahr über von Kameras beobachtet wird.» Valeria will nach 50 Jahren den zweiten Miss-Universe-Titel nach Deutschland holen. Das gelang bislang nur 1961 Marlene Schmidt.

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São Paulo: Die Miss Universe Wahl. Fotos: dpaSão Paulo: Die Miss Universe Wahl. Fotos: dpaSão Paulo: Die Miss Universe Wahl. Fotos: dpa

Die Damen-Crew macht São Paulo seit über einer Woche unsicher. In Abendrobe oder leger, stets aber mit nationaler Miss-Universe-Schärpe zieht die Girls-Group ins Sushi-Restaurant, ins Fußball-Museum oder in die Pinakothek. Am Abend sind brasilianische Musikrhythmen angesagt und nicht nur Samba. Bei der traditionellen, an Country-Musik erinnernden brasilianischen Sertaneja-Musik gibt es sogar eine «Miss Polonaise»: Mit roten und pinkfarbenen Cowboy-Hüten auf dem Kopf marschieren die Beauty-Stars gutgelaunt und Handküsse werfend über die Tanzfläche. «Das macht schon einen Riesen-Spaß. Wir sind Berühmtheiten. Für drei Wochen», sagt Shakira Martin (25), die «Miss Jamaica» in einem der zahllosen TV-Interviews, die sie und ihre Kolleginnen geben.

Doch hinter makelloser Schönheit steckt meist viel Arbeit. Einige stehen um 05.00 Uhr auf, um sich zu stylen für den Tag. Haare föhnen oder stecken, Rouge hier, Wimperntusche dort, der Kajal-Stift im Einsatz, etwas pudern, der richtige Lippenstift, Kleidung aussuchen, die passendes Accessoires, Ohrringe und Armreife - das alles dauert so seine Zeit. «Ich habe immer Angst, wenn ich mein Zimmer verlasse, dass dann jemand wartet und Fotos von mir macht», kichert die 19-jährige Jitka Novácková aus Tschechien. Und ihre Freundin Miss Schweden, Ronnia Fornstedt (20), weiß Abhilfe: «Nie ohne Make-up aus dem Zimmer, nur die besten Klamotten tragen und immer: High Heels.»

Hohe Absätze sind angesagt, elegant und sexy, doch auf Dauer für die Füße alles andere als gesund und bequem. Die Erlösung dann am Strand von Guarujá, rund 65 Kilometer von São Paulo entfernt. «Keine Schuhe. Was für eine Erholung von den High Heels. Wunderbar. Ein guter Tausch», freut sich Miss Canada, Chelsae Durocher (20). Zwar steht Strandsport als Disziplin bei der Wahl der Miss Universe nicht zur Bewertung. Doch auch zum Beach-Volley und Strand-Fußball kamen die Damen nicht ungeschminkt und ohne Ohrringe - und natürlich durfte auch nicht die weiße Schärpe über dem knappen Bikini fehlen. dpa