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In San Salvador wurde ein Drogenkartell weitgehend zerschlagen: Verdächtige sind aus Politik und Wirtschaft.
In San Salvador wurde ein Drogenkartell weitgehend zerschlagen: Verdächtige sind aus Politik und Wirtschaft. © Symbolbild: dpa
13.09.2013

Kartell zerschlagen: Verdächtige aus Politik und Wirtschaft

San Salvador. Der salvadorianischen Polizei ist ein schwerer Schlag gegen das sogenannte Kartell von Texis gelungen. Bei Razzien im Westen des Landes seien 18 mutmaßliche Mitglieder des Drogenhändlerrings festgenommen worden, zitierte die Zeitung «La Prensa Gráfica» am Donnerstag Justizminister Ricardo Perdomo.

Unter den Verdächtigen sind demnach ein ranghoher Polizeibeamter, ein Mitarbeiter der Generalstaatsanwaltschaft, ein früherer Politiker und mehrere Unternehmer. Das Kartell von Texis sei nun weitgehend zerschlagen, sagte Perdomo. Der Gründer José Adán Salazar alias «Chepe Diablo» sei allerdings noch auf der Flucht.

Die Organisation ist nach Angaben des Nachrichtenportals Insight Crime die Schnittstelle zwischen den Drogenkartellen in Kolumbien und Mexiko und kontrolliert den Schmuggel durch Mittelamerika. Im Gegensatz zu den ebenfalls im Drogenhandel tätigen Jugendbanden gilt die Gruppe in der Oberschicht des Landes als gut vernetzt.