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No cash? No problem. Ein indischer Straßenbettler wedelt mit einem Bankkartenlesegerät herum. 
No cash? No problem. Ein indischer Straßenbettler wedelt mit einem Bankkartenlesegerät herum.  © Screenshot Clipkit-Video
18.02.2015

Kein Kleingeld? Indischer Bettler verblüfft mit moderner Technik

Kleinvieh macht auch Mist. Nach dieser Devise versuchen weltweit Bettler zu überleben. Zum Beispiel in Indien, wo Armut überall präsent ist. Doch das Betteln geht auch moderner, professioneller und effektiver. Zum Beispiel in Indien, der massenhaft Fachkräfte exportierenden Hochburg der Computerprogrammierer.

Ein PZ-news-Video zeigt, wie ein Straßenbettler mit einem Plastikbecher an Autoscheiben klopft und um ein paar Münzen bittet. Ferner ist eine gut gekleidete und offenbar entsprechend wohlhabende Inderin zu sehen, die in ihrer Börse vergeblich nach ein paar Münzen sucht. Typisches Schicksal in einem Land, in dem Menschen immer noch hungern und im tiefsten Elend leben müssen, weil sie zum Beispiel einer bestimmten Kaste angehören oder einfach keine Chance auf Bildung hatten.

Doch der Bettler aus dem Handyvideo scheint ein Meister des Überlebens zu sein. Kein Kleingeld? Kein Problem. Es müssen auch nicht Scheine sein, die in seinem Plastikbecher landen.

Mit großer Selbstverständlichkeit zückt der Bettler plötzlich ein Bankkartenlesegerät, das zwar nicht nach dem neuesten Modell aussieht, aber funktionsfähig anmutet. Da staunt die wohlhabende Inderin nicht schlecht, als vor ihrer Nase mit der hochtechnischen Antwort auf Menschen herumgewedelt wird, die gerade kein Kleingeld dabei haben. In Indien scheint vieles möglich zu sein – sogar im Gewerbe der Bettler. Überliefert ist allerdings nicht, ob die Frau ihre Bankkarte gezückt und fürs Abbuchen aus dem Auto gereicht hat.