nach oben
06.04.2010

Keltern – ein guter Platz zum Leben

Es gibt viele schöne Flecken im Enzkreis, aber Keltern zählt mit zu den schönsten Gegenden. Und hier lässt es sich gut leben. Der Mix aus Natur und Kultur, aus Wirtschaft und Handel sowie Wohnen und Geselligkeit stimmt. Vielleicht liegt das auch ein bisschen daran, dass in Keltern Wein angebaut wird – und unter Weingenießern lässt es sich ja bekanntlich besonders angenehm leben.

Bildergalerie: Impressionen aus Keltern - Teil 2

Bildergalerie: Impressionen aus Keltern - Teil 1

Keltern ist in stetigem Aufschwung auf über 9000 Einwohner angewachsen. Mit 2984 Hektar Gemarkungsfläche ist aus den früher von der Landwirtschaft geprägten Ortsteilen eine beliebte Wohngemeinde geworden. Hier sind auch beachtliche Gewerbebetriebe der Schmuck-, Uhren-, Silber-, Metallwaren- und feinmechanischen Branche zu Hause, die circa 2000 Arbeitsplätze bieten. Nur noch wenige Vollerwerbslandwirte erhalten die gepflegte Landschaft.

Von den rund 68 Hektar großen Rebflächen werden viele von Feierabendwinzern bewirtschaftet, deren Wein über die Winzergenossenschaft ausgebaut und vermarktet wird, sowie von privaten, zum Teil ökologischen Weingütern.

Keltern (194 bis 270 Meter über NN.) liegt am Rande des Nordschwarzwaldes, verkehrsgünstig und nahe an der „Goldstadt“ Pforzheim (ca. 8 Kilometer) und der Großstadt Karlsruhe (ca. 25 Kilometer). Tannen- und Mischwälder mit zusammen 930 ha bedecken fast ein Drittel der Gemarkung. Aufgrund ihrer landschaftlichen Schönheit, des typischen Streuobstbestandes und seltener Pflanzen (Orchideen) sind weite Flächen als Landschafts- und Naturschutzgebiete ausgewiesen. Typisch für Keltern ist der Weinbau, aber auch der Obstanbau wird in Apfel- und Sauerkirschen-Anlagen besonders gepflegt.

Die Gemeinde wurde am 30. März 1972 durch Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Orte Dietlingen, Ellmendingen mit Dietenhausen, Weiler sowie dem seinerzeit württembergischen Niebelsbach gebildet. Eine der Gemeinsamkeiten aller Orte sind die noch bestehenden oder früheren Wein-Keltern, die den Namen und das Wappen prägen. Die „Weinstraße Kraichgau-Stromberg“ – mit 355 Kilometern die längste Weinstraße Deutschlands – führt direkt durch die Gemeinde hindurch. Den weißen „Dietlinger Klepberg“ (Müller-Thurgau) und den roten „Ellmendinger Keulebuckel“ (Schwarzriesling und Spätburgunder) zählen viele Weinliebhaber zu den badischen Spitzenweinen.

Von der Gemeinde und durch die Initiative einiger Vereine wurde das Netz der Rad- und Wanderwege ausgebaut. Das lädt zu Touren und Spaziergängen durch Wald und Flur ein. Einen besonderen Stellenwert hat in dieser abwechslungsreichen Landschaft – im Verein oder in eigener Initiative – auch die Radtouristik. Ein Rundweg mit Informationstafeln führt durch die Weinberge.

Die Ausflügler hat es ja schon immer hierher gezogen, besonders die „Viertelesschlotzer“. In den Gaststätten darf man ein gepflegtes Angebot vom bodenständigen Vesper bis zu Spezialitäten für den verwöhnten Gaumen erwarten. Zur sportlichen Betätigung und geselligen Abwechslung bieten Sport- und Mehrzweckhallen, sechs Sportplätze, Tennisplätze, Kegelbahnen in den Gaststätten, Schützenhaus, Vereinsheime und ein schön gelegenes Naturfreundehaus vielfältige Gelegenheit. Beim Dietlinger Schul- und Sportzentrum mit Grund-, Haupt- und Werkrealschule besteht die teilbare Sporthalle mit Mehrzweckhalle und Außensportanlagen. Alle weiterführenden Schulen stehen in Pforzheim, Neuenbürg, Straubenhardt und Remchingen zur Verfügung.

Durch Buslinien bestehen gute Verkehrsverbindungen zwischen den Ortsteilen und den Nachbarorten.