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14.09.2008

Kicken ohne Ball: Prügelei unter Spielern des SC Pforzheim

Die Fußballspiele in den untersten Ligen sind in der Regel mehr für engagierten Kampf als für sportliche Technik bekannt. Doch was einige Spieler des Sportclubs (SC) Pforzheim unter Kampf verstehen, hat nichts mit Fußball zu tun. Sie lieferten sich kurz nach dem Pausenpfiff eine handfeste Prügelei. Das Besondere daran: Sie schlugen nicht auf den besser spielenden Gegner oder pfeifende Zuschauer ein. Die Prügel gab es unter den Mannschaftskameraden.

Die Kreisklasse B 2 Pforzheim hat schon manches heiße Spiel gesehen, aber da ging es in der Regel um Tore in der ersten und zweiten Halbzeit. Dazwischen blieb es meistens ruhig, denn die Kicker mussten beim Pausentee verschnaufen. Nicht so an diesem Sonntag beim Spiel SC Pforzheim gegen VfL Höfen.

Da wurde nämlich auch ohne Ball heftig getreten. Da flogen keine Traumpässe in die Tiefe des Raumes, sondern die Fäuste. Überschattet wurde die Partie von heftigen tätlichen Auseinandersetzungen, die sich Spieler des gastgebenden Sportclubs unmittelbar nach dem Pausenpfiff lieferten. Im Kreise der Mannschaftskameraden wohlgemerkt. Mehrere Akteure waren beteiligt, einer sah vom Schiedsrichter die Rote Karte. Es dauerte einige Zeit, bis die Streithähne getrennt waren. Beobachter berichteten von sichtlichen Kampfspuren in den Gesichtern einiger der beteiligten Kicker.

Der Verein reagierte prompt: „Wir haben die zwei größten Unruhestifter sofort weggeschickt und mit Platzverbot belegt“, berichtet Spielleiter Rudi Keck. Entzündet hatten sich die Streitereien unter den SC-Kickern möglicherweise an vier Gegentoren, die die Gastgeber kurz vor der Pause innerhalb weniger Minuten kassierten.

Fußball wurde übrigens auch nach der Schlägerei noch gespielt. Die Gäste aus Höfen siegten am Ende mit 8:0. Sie trafen durch Neuweiler (2), Schnauderer (2), Parrcella, Aydin, Daritzka und Walz. Außerdem verschossen die Gäste noch zwei Elfmeter. Das mögliche 10:0 wäre dann zu viel sportliche Prügel für den SC Pforzheim gewesen.