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Rottweiler (dpa-Symbolbild)
Rottweiler (dpa-Symbolbild) © DPA-Symbolbild
29.02.2016

Kind Kopfhaut abgerissen: Prozess um Rottweiler-Angriff zweimal geplatzt

Der Prozess um den blutigen Angriff eines Rottweilers auf ein kleines Kind ist am Montag zum zweiten Mal geplatzt. Das Duisburger Amtsgericht hatte insgesamt 27 Zeugen geladen - darauf war die Verteidigung nicht vorbereitet. Weil für eine Fortführung des Prozesses innerhalb der vorgeschriebenen Fristen kein Termin gefunden werden konnte, wird das Verfahren am 29. April noch einmal von vorne beginnen.

Der Rottweiler hatte im vergangenen Sommer in Duisburg ein zweijähriges Mädchen angegriffen und ihm fast die gesamte Kopfhaut abgerissen. Der Hund war nicht angeleint und hatte keinen Maulkorb um. Angeklagt sind die Halterin des Rottweilers und die Frau, die den Hund damals ausgeführt hatte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen schwere beziehungsweise fahrlässige Körperverletzung vor.

Im vergangenen Dezember war bereits der erste Prozess geplatzt, weil die zuständige Einzelrichterin das Verfahren an das Schöffengericht abgegeben hatte. Dort können härtere Strafen verhängt werden. Jetzt wurden neben dem neuen Prozessbeginn am 29. April bereits zwei Fortsetzungstermine bestimmt: 6. und 9. Mai.