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Ein Bahnschaffner soll ein elfjähriges Kind ohne gültigen Fahrschein allein aus einem Zug gewiesen haben. Die Mutter erhebt diverse Vorwürfe, die Bahn erklärt, dass der Junge ordnungsgemäß in die Obhut der Bahnpolizei übergeben wurde.
Ein Bahnschaffner soll ein elfjähriges Kind ohne gültigen Fahrschein allein aus einem Zug gewiesen haben. Die Mutter erhebt diverse Vorwürfe, die Bahn erklärt, dass der Junge ordnungsgemäß in die Obhut der Bahnpolizei übergeben wurde. © Symbolbild: dpa
17.01.2012

Kind aus Zug gewiesen: Bahn weist Vorwürfe zurück

Berlin. Die Deutsche Bahn hat Vorwürfe zurückgewiesen, nach denen ein elfjähriges Kind ohne gültigen Fahrschein allein aus einem Zug gewiesen wurde. Der Junge sei zu keiner Zeit unbeaufsichtigt gewesen, sondern am Bahnhof Oranienburg der Polizei übergeben worden, erklärte die Bahn am Dienstag.

Damit sei der Mitarbeiter seiner Fürsorgepflicht «uneingeschränkt nachgekommen». Weil ihm 6,30 Euro für einen Anschlussfahrschein fehlten, musste das Kind am Montag rund 50 Kilometer vor seinem Ziel aus dem Regionalexpress aussteigen.

Der Junge war auf dem Heimweg von seiner Berliner Schule nach Brandenburg. Der Vater habe vergessen, dem Kind das Fahrgeld mitzugeben, sagte die Mutter des Elfjährigen. Obwohl sie telefonisch angeboten habe, das Geld am Zielbahnhof nachzuzahlen, habe sie ihr Kind bei der Polizei abholen müssen. Die Bahn bestreitet einen telefonischen Kontakt zu den Eltern - der Junge habe die Nummer seiner Mutter nicht genannt und einen Schülerausweis mit falscher Adresse gezeigt. dpa

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