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25.03.2008

Kinder, Kinder!

Nun ist Ostern vorbei, und ich fühle mich seelisch ein bisschen amputiert, weil die Kinder wieder fort sind, besonders die kleinen. Ein Leben ohne Kinder ist für mich nur ein halbes Leben.

elbst die weiße Schneewelt war mit ihnen bunter. Es ist bekanntlich einfach phänomenal, alles um uns herum wieder einmal durch „ die Brille“ der Kinder zu sehen. Was durch die Erwachsenenbrille betrachtet selbstverständlich, grau oder gar unangenehm geworden ist, wird wieder neu entdeckt und bestaunt.

Das Rotkehlchen auf dem schneebedeckten Zweig wird zum kleinen Weltwunder, ebenso die „diebische“ Elster bei ihrem erfolglosen Versuch, den silbrig glänzenden Karabinerhaken der draußen liegen gebliebenen Hundeleine fort zu tragen.

Ganze Geschichten werden miteinander um solche Beobachtungen herum ersonnen, wenn Groß und Klein endlich einmal wieder richtig Zeit füreinander haben. Wir können gegenseitig viel voneinander lernen und dabei überraschend phantasievoll sein, die Welt erobern und zum Teil neu erfinden, sie gedanklich zum Guten hin gestalten und neugierig auf sie bleiben.

Auf unserer Pirsch durch Wald und Wiesen werden wir als alt-junge Künstlergruppe garantiert fündig, bringen Blätter, Steine, Stöcke etc. mit nach Hause, um sie zu kleinen Kunstwerken zu verarbeiten.

Ja, das sind die Sternstunden zwischen Klein und Groß! Unsere „normale“ Realität sieht da leider anders aus. Immer, wenn ich Kinder erlebe, denen es gerade richtig gut geht, schmerzt mich der Gedanke daran, dass gleichzeitig so unzählig viele bei uns und in der weiteren Welt in ganz desolatem Zustand sind.

Zum Glück dringt dieses Elend immer mehr Menschen ins Bewusstsein und sie versuchen auf ihre Weise etwas dagegen zu unternehmen. Von einem jungen Mann, der sich diesbezüglich für die Kids der Welt etwas ganz Besonderes hat einfallen lassen, muss ich Euch das nächste Mal unbedingt erzählen! Er hat mich nämlich sehr beeindruckt...