Klatsch mit Sandy Merkel
Angela Merkel ganz privat im "Brigitte"-Interview. Sandy findet die unscheinbare Kanzlerin plötzlich doch ganz sympathisch. 

Klatsch mit Sandy: Angela Merkel plaudert über Männer

Von Angela Merkel war ich anfangs nicht so begeistert. Farblose Nägel, kaum Make-up, spießige Klamotten - auf mich wirkte sie stets wie eine griesgrämige, alte Frau. Doch heute morgen habe ich auf RTL Ausschnitte aus einem „Brigitte“-Interview mit ihr gesehen. Die Bundeskanzlerin ganz privat. Und ich musste tatsächlich lauthals lachen. Die Frau hat Humor. Und sie mag Most. Wie ich.

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Lustige Schnappschüsse von Kanzlerin Merkel

Ist Angela Merkel in letzter Zeit lockerer geworden?
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Gut, in der Öffentlichkeit trinke ich dann doch lieber ein Sektchen. Oder zum Frühstück - mit meiner besten Freundin Moni - kurz bevor ich mein Nagelstudio aufschließe. Die wohnt im gleichen Haus wie ich und wohnt eigentlich fast schon bei mir. Zur Blubberbrause und lecker Schoko-Croissant schalten wir dann natürlich die Glotze ein. Schließlich muss ich für meine Kundinnen über den neusten Klatsch informiert sein.

Und da sprach die Kanzlerin – wie immer im langweiligen Hosenanzug – mit dem üblichen, gelangweilten Gesichtsausdruck. Ich wollte schon wegschalten, als sie gefragt wurde, was ein Mann für sie attraktiv mache. Die Bundeskanzlerin sprachlos. Das passiert selten. Vor allem aber das nachfolgende sympathische Grinsen war mir völlig fremd. Ohne vorgefertigte Antwort im Kopf, antwortete sie verhalten und unverfänglich: „Schöne Augen.“

An was sie wohl wirklich gedacht hat? An breite Schultern und einen muskulösen Oberkörper? Ich denke da an ein knackiges Hinterteil. Aber am allerwenigsten an schöne Augen.

Es ist schon so, dass Merkel im Vergleich zu anderen wichtigen Frauen wie Carla Bruni oder Michelle Obama – zumindest äußerlich gesehen - eine eher schlechte Figur macht. Aber die sind auch bloß schicke Anhängsel ihrer wichtigen Männer. Die berühmten Kleiderständer der Nation sozusagen. Angela Merkel hat es im Hosenanzug und ohne Zweckheirat an die Spitze geschafft. Man muss dazu also gar nicht gut aussehen. Aber es schadet bestimmt auch nicht.

Meine Kundin Margot hasst die Merkel. Bestimmt, weil sie - wie unsere Bundeskanzlerin - aus der DDR kommt. Margot ist eine meiner ältesten Kundinnen, sieht aber immer top gepflegt aus. Das liegt natürlich vor allem an meinem kunstvollen Nagelstrich. Margot hat sich im westdeutschen Schlaraffenland gleich wohl gefühlt. Sie trägt prunkvollen Schmuck, schicke Markenklamotten und immer den exklusivsten Nagellack. Wahrscheinlich erinnert sie Angela zu sehr an die verdorrte Atmosphäre der DDR. Muss schlimm dort gewesen sein, so ganz ohne Maniküre.

Angela Merkel bleibt lieber auf dem Boden. Im Interview erzählt sie, dass sie gerne isst und mit Freude ihren Mann bekocht. Oder auch mal leckeren Pflaumenkuchen aus dem Ofen zaubert. Wie eine Hausmutti. Da fehlen fürs Mütterchen-Image eigentlich nur noch kleine Quälgeister. Aber die hatten im Karriereplan wohl keinen Platz mehr. Wie bei mir. Ich hab da auch keine Lust drauf. Wer schwingt dann den Pinsel in meinem Nagelstudio? Und wer trinkt Sekt mit Moni? Angela Merkel nicht. Die muss Politik machen.

Miriam Schrader 02

Miriam Schrader

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