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Dieter Bohlen ist bei DSDS vor allem als fieser Sprücheklopfer bekannt. Sandy findet allerdings, dass er ganz schön oft recht hat. © fotolia/Dietz/dpa
08.02.2013

Klatsch mit Sandy: DSDS und der fiese Dieter Bohlen

Heute war meine beste Freundin Moni zum Nägelmachen da. Das ist immer spaßig. Die lässt mich nämlich jeden verrückten Trend an ihr ausprobieren. Und sie sagt mir hinterher klipp und klar die Meinung. „Ich fühl' mich wie 'ne billige Bordsteinschwalbe“, sagte sie, als ich ihr einmal ultralange, spitze Stiletto-Nägel verpasst habe. Manchmal erinnert mich Moni an Dieter Bohlen bei DSDS. Ich bin die Sängerin und sie die harte, ehrliche Jury.

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„Du hast zwei schlagende Argumente, da muss man mal gucken, wie lange die reichen“, ist einer meiner Lieblingssprüche von Dieter. Sexismus hin oder her, aber wenn die Brüste einer Kandidatin fast aus dem Ausschnitt fallen, dann hatte sie die Absicht, mit ihren zwei Riesendingern zu argumentieren. Schließlich sucht Dieter Bohlen in der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ nicht Mutter Theresa. Die ist nämlich so unterhaltsam wie die komische Mutti im Bundestag.

Bildergalerie: Klopft gerne fiese Sprüche bei DSDS: Dieter Bohlen

Logisch, Bohlens Sprüche bestimmen die Quoten bei DSDS, aber oft hat er einfach recht. Wie meine Freundin Moni. Das, was sie mir zu den neusten Nageltrends sagt, zieht sich meistens durch meinen Kundenstamm. Glitzer auf den Nägeln ist „tussig“ und Herzchenmuster sind was für junge Girlies. Die kommen gerade übrigens in Scharen zu mir, weil der Valentinstag kurz bevor steht.

Und wenn man wie DSDS-Kandidatin Sarah Joelle Jahnel mit knallblauem Lippenstift, knappem Kleidchen, dazu Fellweste und waffentauglichen Glitzer-High-Heels auf die Bühne kommt, dann weiß man doch, was einen erwartet. Nämlich dass Bohlen ganz tief in die Sprüchekiste greift. „Die Schlampe muss man mitnehmen“, beschloss er kurzerhand. Singen konnte sie übrigens auch. Aber das wurde bei dem Aufzug irgendwie zur Nebensache.

Und dabei ist das Motto „Auffallen um jeden Preis“ doch vollkommen okay. Wer will schon graue Mäuse sehen. Also Moni und ich nicht. Wir brauchen schließlich Gesprächsstoff, wenn wir uns donnerstags bei Prosecco und einem lecker Likörchen zum Mädelsabend treffen.

Moni würde Bohlen zustimmen, wenn er sagt „Sei so, wie du bist. Und wenn du 'ne Bitch bist, dann bitch die anderen da raus." Warum sich denn verstellen? Der Pop-Titan tut's doch auch nicht. Und Dieter kann sogar über sich selbst lachen: „DSDS ist ein Format für Geisteskranke. Sonst würd' ich hier ja nicht sitzen." Ob er sich auch als geisteskrank in Bezug auf seine Ex-Frauen bezeichnet? Ganz normal kann man ja nicht sein, wenn man mit Naddel und Verona Pooth unter einem Dach gelebt hat.

Moni und Bohlen sind sich wirklich ähnlich. Sie wissen was sie tun. Dieter mag zwar fies sein, dafür weiß er aber auch, wie die Musikindustrie tickt. Und auch bei DSDS ist es wie im Nagelstudio: Mach ich mir Stilettos drauf, wirke ich unter Umständen nuttig. Gehe ich zu DSDS, geht der Pop-Titan auf mich los. Gewinne ich bei DSDS, bin ich nach einem Jahr vergessen. Nichts Neues, oder?

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