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Dieses Mal geht es in der Promi-Trash-Kolumne "Klatsch mit Sandy" um Pep Guardiola, Bayerns neuer Trainer. Sandy findet ihn - wie vermutlich viele Frauen - ganz attraktiv, aber eigentlich auch ziemlich langweilig. © fotolia/dietz/dpa
03.07.2013

Klatsch mit Sandy: Hat Pep mehr Charisma als Klopp?

Ich dachte immer, Fußball sei ein Sport für echte Männer. Brüllende Proleten mit Bierbauch und Jogginghose. Doch der deutsche Fußballtrainer von heute ist charismatisch, gepflegt und manchmal sogar noch gebildet. So wie der neue Bayern-Trainer Josep „Pep“ Guardiola. Meine Kundinnen lecken sich die Finger nach ihm. Gut, dass mein Nagellack lange hält.

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Ich gebe ja zu, mit seinem grau-melierten Bart sieht Pep echt zum Anbeißen aus. Fast so ein kleiner George Clooney unter den Fußballtrainern. Vor allem meine Kundin Conny steht total auf den sexy Spanier. Entschuldigung: stolzen Katalonier. Da gibt es anscheinend irgendeinen Unterschied. Egal: Conny wollte die Farben der spanischen Flagge auf ihren Nägeln haben. Und damit kenne ich mich aus.

Conny kommt gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus. Sie will jetzt jedes Bayern-Spiel anschauen. Vor allem Peps Glatze in Kombination mit den Stoppeln sei einfach zum Anbeißen. Armer Jürgen Klopp: Der charismatische BVB-Trainer trägt auch Bart, hat sich aber erst kürzlich seine lichten Stellen am Kopf durch eine Haartransplantation füllen lassen. Wäre gar nicht nötig gewesen. Hätte er doch lieber zum Rasierer gegriffen.

Im Gegensatz zu Conny hat Pep anscheinend auch noch Ahnung von Mode. Neben unserem eitlen Bundestrainer Jogi Löw, der für seine blauen Pullover und trendigen Schals bekannt ist, reiht sich der Schicki-Micki-Südländer als modebewusster Trainer ein. Anzug, Krawatte, blitzeblanke Schuhe. Seriöse Klamotten werden auf dem Fußballplatz wohl neuerdings groß geschrieben. Das mag von mir aus modisch sein, aber sexy finde ich das nicht gerade. Die Jogginghose wünsche ich mir zwar nicht zurück, aber ein bisschen lässiger könnte es schon zugehen.

Total seriös scheint auch sein Privatleben zu sein. Der 42-Jährige ist seit 22 Jahren mit seiner Frau Cristina verheiratet. Für mich unglaublich. Ich habe mit meinen 34 Jahren noch nicht mal die Zwei-Jahres-Beziehungs-Marke geknackt. Naja, ich habe schließlich auch zu tun. Nägel pflegen sich nicht von alleine.

Vielleicht bin ich einfach zu wählerisch. Pep sieht ja ganz gut aus, wirkt aber langweilig und ist für meine Verhältnisse viel zu intelligent. Er hat ganz schnell deutsch gelernt, mag Bücher und – was noch viel schlimmer ist – spielt Golf. Noch langweiliger ist nur noch Schach. Oder Angeln. Da regt sich bei mir nichts.

Ich bin Klopp-Fan. Ein Mann darf keinesfalls länger vor dem Spiegel stehen als ich. Bart, Brusthaar, Emotionen – her damit. Bei Guardiola und Co. muss man ja beinahe schon Angst haben, dass sie demnächst auch noch Nagellack auftragen. Natürlich nur Klarlack - farblos, aber pflegend.