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Sandy spekuliert heute über den mysteriösen Brief, der Hollywood rätseln lässt: Welcher Schauspieler ist schwul und traut sich nicht zu outen?
Sandy spekuliert heute über den mysteriösen Brief, der Hollywood rätseln lässt: Welcher Schauspieler ist schwul und traut sich nicht zu outen? © fotolia/Platzer
09.08.2013

Klatsch mit Sandy: Hollywood rätselt über Coming-Out-Brief

Seit Tagen gibt es für meine Kundinnen und mich nur noch eine Frage. Und die hat nicht mal was mit Nagellack zu tun. Aber natürlich mit Männern. Wenn auch nur mit ganz bestimmten. Wer ist bloß der geheimnisvolle schwule Hollywood-Schauspieler?

Im Internet kursiert seit kurzem ein mysteriöser Brief, in dem ein angeblich weltbekannter Promi erklärt, schwul zu sein, sich aber wegen der Schauspielerei nicht outen könne. Er soll angeblich eine Fake-Beziehung mit einer ebenfalls bekannten Frau führen, die ihn jetzt dummerweise auch noch heiraten will. Und die Presse macht natürlich Druck.

Wilde Spekulationen erfüllen seit dem mein kleines buntes Nagelstudio. Ich habe ja sofort an George Clooney gedacht. Und mein Bauchgefühl trügt mich eigentlich nie. Die Liste seiner Verflossenen ist lang, gespickt mit hübschen Vorzeige-Mädels, die seinem Image als Womanizer zugute kommen. Doch wirklich lange hielt er es mit denen nie aus. Vielleicht haben die immer seine Schminke benutzt. Oder aber er heimlich ihren Nagellack.

Vielleicht muss sich der – inzwischen übrigens stark gealterte – Hollywood-Star wirklich mal auf einen Mann einlassen. Mein schwuler Freund Pascal würde Clooney jedenfalls nicht von der Bettkante stoßen. Ich übrigens auch nicht, egal ob nun schwul oder nicht.

Clooney braucht eben eine Alibi-Freundin. Sein Nespresso-Image als britischer Gentleman und Frauenversteher muss echt wirken. Ich sage ja immer, Augen auf bei der Berufswahl. Wäre George Clooney Nageldesigner geworden, hätte er zwar nicht so viele Millionen auf dem Konto, dafür aber freie Wahl zwischen Melonen und Sixpacks. Ob bi, homo oder hetero - in meinem Gewerbe interessiert das keinen.

Im Gegenteil, Clooney würde als Kosmetikguru total glaubhaft wirken. Er kleidet sich gut, ist immer top gepflegt – und weiß bestimmt, was Frauen wollen. Meinen schwulen Freund Pascal zeichnen dieselben Merkmale aus. Gut, er lackiert sich auch gerne mal die Nägel. Das hab ich bei Clooney jetzt noch nicht gesehen. Aber daran würde Casanova Graubart sich sicher schnell gewöhnen.

Auch möglich: Ashton Kutcher. Ob seine Ex-Frau Demi Moore zwischen ihren vielen Schönheitsoperationen überhaupt noch Sex mit ihm hatte? Die gemachten Brüste durfte der schöne Ashton längere Zeit wahrscheinlich gar nicht anrühren. Vielleicht hat Demi ihm die Lust auf Frauen verdorben. Oder er hat sich in Alan verliebt, seinen Mitbewohner bei „Two and a half Men“.

Ein großer Favorit meiner Kundinnen ist außerdem Brad Pitt. Und wenn ich so darüber nachdenke, ist das auch gar nicht so weit hergeholt. Verheiratet sind Brangelina noch nicht - trotz ihrer vielen Kinder, die ich gar nicht mehr zählen kann. Vielleicht drängt sie auf die Ehe. Schließlich ist die wilde Angelina zum spießigen Hausmütterchen geworden. Brad Pitt wirkt dem entgegen und lässt sich eine Zottelmähne wachsen. Vielleicht gefällt das seinem Freund George: Die beiden sollen schon jahrelang gut befreundet sein. Ein Zufall? Sehr Verdächtig.

Jedenfalls haben alle drei Schönlinge dasselbe Problem: Ein Outing würde so manchen Regisseur sicher verschrecken. Denn, wenn bei allen dreien die weiblichen Fans wegfallen, dann gute Nacht. Ich weiß noch, wie empört meine Freundinnen waren, als das Gerücht kursierte, der schwule "White Collar"-Darsteller Matt Bomer soll Peitschenliebhaber Christian vom SM-Erotik-Buch „50 Shades of Grey“ spielen. Die Bedenken des mysteriösen Briefeschreibers sind also gar nicht so an den Haaren herbeigezogen.

Vielleicht ist der Brief aber auch nur ein großer Fake von einem verrückten Fan, dem gerade langweilig war. Aber spekulieren macht ja so viel Spaß. Vor allem beim Nägelfeilen.