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Eine Kundin hat Sandy gezwitschert, dass in der neuen Staffel von "The Biggest Loser" auch zwei Mädels aus Pforzheim und Region gegen ihre Pfunde kämpfen. Denise (Foto) killt ihre Kilos im Boxtraining. © fotolia/Dietz/Sat1
14.03.2013

Klatsch mit Sandy: Kilokiller aus Region bei Biggest Loser

Neulich hat mir Pamela erzählt, dass in der schwergewichtigen Sat1-Abnehmshow „The Biggest Loser“ zwei Mädels aus Pforzheim und drumrum abspecken wollen. Das musste ich mir gleich am Sonntag reinziehen. Direkt vor meinem neuen Lieblings-Tatort mit Til Schweiger. Die zwei Freundinnen würde ich jedenfalls gerne mal zum neuen High-Energy-Yoga-Kurs mitnehmen. Mein sexy Trainer Paul weiß, wie man Kilos zum Purzeln bringt.

Bildergalerie: Enzkreis-Power bei "The Biggest Loser"

In ihrem „Loser“-Vorstellungsclip joggen Julia und Denise drei Meter einen kleinen Anstieg hoch und sind völlig aus der Puste. Und Denise bringt es dann mit sympathischem Schwaben-Slang lachend auf den Punkt: „Nach den paar Metern schnaufa wir scho wie so a Walross ohne Sauerstoffzelt – mir braucha Hilfe.“

Allerdings habe ich keine Ahnung, was Sat1 unter „helfen“ versteht. Diese gemeinen Hunde stellen den Dauerhungrigen den ganzen Tag leckere Snacks vor die Nase. Und die Teams sollen natürlich hart bleiben, den inneren Schweinehund überwinden. Denen würde ich meinen Schweinehund hinterherhetzen. Widerstehen konnten den Snacks jedenfalls nicht viele der Schwergewichte. Kein Wunder, Börek könnte ich auch nicht entkommen. Das hat die Mutti von Murat, meinem Ex, immer gemacht. Das kleine Muttersöhnchen. Die türkischen Kalorienbomben hab ich bis zu mir auf die Couch rufen hören: „Iss mich“.

Der heiße Paul wüsste genau, wie er den Mädels helfen kann. Mir hilft das zumindest immer total, wenn er mir halbnackt und mit seinen verschwitzten, starken Armen kamasutra-ähnliche High-Energy-Yoga-Stellungen zeigt. Julia und Denise würde das bestimmt auch gefallen.

Danach könnte ich den beiden dann noch schöne Nägel verpassen. Das ist gut fürs Selbstbewusstsein. Vielleicht würde ich ja Julia sogar dazu bringen, sich die drei Piercings an ihrem Kinn rauszumachen. Die sind nämlich so was von out. Und das Metall erhöht das Gewicht.

Meine Kundin Pamela braucht über Dicke gar nicht so zu lästern. Die hat selber genug Speck auf den Hüften. Und ich finde das ganz schön mutig, dass sich Julia und Denise so im Fernsehen zeigen. Teilweise fast halbnackt. Ich würde mich das nicht trauen.

Pam könnte selbst ein bisschen Sport vertragen, aber die nehm' ich nicht mit zu meinem neuen Kurs. Sülzt mir bloß die Ohren voll und jammert über ihre Unbeweglichkeit. Das würde mich nur von meinem sexy Trainer ablenken. Dazu strahlt die gute Pam soviel Griesgram aus, dass sich Paul sicher nicht in unsere Nähe wagen würde. Da hilft auch mein schicker pinkfarbener Nagellack nichts mehr. Anstatt wie Pamela wegen den angefressenen Fettpolstern rumzuheulen, sagen Julia und Denise ihren Kilos wenigstens den Kampf an. Und das sind nicht gerade wenige. Zusammen wiegen sie nämlich stolze 259 Kilo. Und davon sollen einige gekillt werden.

Ich sehe das so: Wenn ich regelmäßig Sport mache, darf ich auch mal eine Tüte Chips in mich reinstopfen. Das dachte sich wahrscheinlich auch Team Limette bei Sat1. Die zwei Jungs haben nach ein bisschen Bewegung auf dem Laufband Energydrinks in sich reingekippt, Böreks gegessen und sogar noch bei den Süßigkeiten ordentlich zugegriffen. Dumm nur, dass sie bei der Kalorienmenge einen Marathon laufen müssten, um das auszugleichen. Julia und Denise sind da disziplinierter. Die haben ja auch Enzkreis-Power. Ob von den beiden jemand ins Finale einzieht?

Gerade in meinem Job kann ich mir keine kleinen Wurstfinger leisten. Meine Hände sind praktisch meine Werbefläche. Jedenfalls habe ich mir vorgenommen, gleich morgen wieder in meinen High-Energy-Yoga-Kurs zu gehen. So dick wie die Kaliber bei „The Biggest Loser“ will ich nicht werden. Lieber will ich so sportlich sein wie Nick Tschiller, heißester Tatort-Kommissar ever. Der schafft es hinter einem flüchtenden Van herzurennen. An dieser Stelle einen Gruß an alle Fernseh-Hasser: Wie man sieht, kann sich so ein TV-Abend auch positiv auf die Gesundheit auswirken.