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19.01.2016

Klirrend kalte Nächte in Deutschland

Der Winter hat sich in Deutschland festgesetzt. Frost herrscht noch bis zum Wochenende - nur an der Nordsee und entlang des Rheins können tagsüber mal ein paar Plusgrade herrschen. Neuschnee gibt es allerdings nur vereinzelt - in den Alpen oder am Nordrand der Mittelgebirge. Sonst scheint vielerorts die Sonne dank Hoch «Claudius», das am Mittwoch Tief «Hannah» verdrängt.

Bildergalerie: Kälte und Frost in Deutschland

Ein Mann geht bei Nemmersdorf (Bayern) im Licht der untergehenden Sonne.Eine Frau geht bei Nemmersdorf (Bayern) durch die mit Schnee bedeckte Umgebung. Der mit Schnee bedeckte Friedhof der Ortschaft Neuhaus (Bayern).

Die Nächte werden klirrend kalt, in der Nacht zum Freitag sind örtlich Werte unter minus 10 Grad möglich, wie Meteorologe Stefan Bach vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Dienstag sagte.

Auch ohne neue Schneefälle sind die Bedingungen für Wintersport und Wanderungen durch tief verschneite Landschaften zumindest in den Hochlagen der Mittelgebirge derzeit gut: Laut DWD-Schneekarte lagen am Dienstag im Schwarzwald 52 Zentimeter, auf der Wasserkuppe in der Rhön 43 Zentimeter und im Harz 70 Zentimeter Schnee.

«Spannend wird es ab der Nacht zum Samstag, wenn von Westen her Niederschläge aufkommen», sagte Bach. Noch sei nicht sicher, ob und wo es dann schneit oder auch regnet. «Das würde dann auf den gefrorenen Böden zu Glatteis führen.»

Die Nacht zum Dienstag brachte vielerorts strengen Frost: Am kältesten war es mit minus 20,3 Grad in Reit im Winkl in Bayern. Auch in Sachsen und Niedersachsen war es mit bis zu 19,9 Grad unter dem Gefrierpunkt bitterkalt. Plusgrade gab es nur weit im Norden auf Sylt mit knapp über null Grad.