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Christian Wulff ist als Bundespräsident zurückgetreten.
Christian Wulff ist als Bundespräsident zurückgetreten. © dpa
17.02.2012

Kommentar: Der nächste Präsident sollte kein Parteisoldat sein

Ein Kommentar von Thomas Satinsky: Am Ende half alles Ans-Amt-Klammern nicht mehr: Der wochenlange Druck war zu groß für Bundespräsident Christian Wulff. Viel zu spät allerdings kapitulierte Wulff vor der Reihe kleiner und großer Vorwürfe.

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Aber ein Bundespräsident, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen möglicher Vorteilsannahme ermittelt? Das war denn doch zu viel für ihn, das Amt, Kanzlerin Angela Merkel und die Bundesrepublik.

Tatsache ist: Dieser Bundespräsident hat nicht immer im Sinne des Volkes gehandelt, sondern häufig und zuletzt in erster Linie das eigene Wohl und Weh im Blick gehabt. Dies lag auch daran, dass Wulff in erster Linie Parteipolitiker war. Dass er als CDU-Ministerpräsident von Niedersachsen eine Vorgeschichte mitbrachte, die reich an Verquickungen zwischen Politik und Wirtschaft war.

Angela Merkel und die Parteispitzen der schwarz-gelben Regierung sollten eines daraus lernen: Ein Bundespräsident ohne eindeutige Parteiabhängigkeit kann viel besser ein glaubwürdiges Staatsoberhaupt aller Deutschen sein. Dies gilt es nun zu bedenken, wenn man über das weitere Vorgehen in Sachen "Neuer Präsident" berät. 

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