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Thomas Satinsky, geschäftsführender Verleger des PZ-Medienhauses
Thomas Satinsky, geschäftsführender Verleger des PZ-Medienhauses © PZ
19.07.2012

Kommentar zur Todesstrafe in den USA: Barbarischer Akt

Anspruch und Wirklichkeit klaffen manchmal weit auseinander. Was den Umgang mit Grundrechten angeht, ist Amerika ein Negativbeispiel.

Die USA nennen sich selber gerne "Welt-Polizist". Immer wieder singen die Präsidenten der Vereinigten Staaten anderen Ländern das hohe Lied der Demokratie und der Menschenrechte. Dazu gehört auch das Recht auf Leben. Dieses Grundrecht gilt in zivilisierten Staaten auch für Mörder und Gewalttäter.

Nicht so in einigen Bundesstaaten der USA. Dort - zum Beispiel in Texas - wird nach wie vor hingerichtet; mit einem Mix aus Betäubungsmitteln und Gift. Dieser Akt an sich ist unmenschlich. Barbarisch wird die staatlich legitimierte Tötung jedoch, wenn behinderte Menschen Opfer der Todesspritze werden.

Wie wahnsinnig die Hinrichtungen sind, zeigt auch die Tatsache, dass den USA die Todessubstanzen ausgehen. Die Anti-Folter-Verordnung der EU verhindert die Nachlieferungen der Medikamente für die Giftspritze. Die USA ein Staat, dem man Folter unterstellt? Das ist wohl so. Zumindest isoliert steht der selbst ernannte "Menschenrechte-Hüter" da.
Ein Kommentar von Thomas Satinsky

Umfrage

Ist die Todesstrafe ein barbarischer Akt, der einer Großmacht wie die USA unwürdig ist?

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Zum Artikel: Hinrichtungen von geistig Behinderten mit Giftspritze - USA fehlen Substanzen für die Giftspritze