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02.02.2008

Konzept für die Stadtentwicklung

Pforzheim braucht ein Stadtentwicklungs-Konzept, um nicht für teures Geld ziel- und sinnlos ins Blaue zu planen. Das fordern die Grünen im Pforzheimer Rathaus schon lange. Sibylle Schüssler sagt, wie sich die Grünen den weiteren Weg der Goldstadt zu einer vitalen Stadt der Kreativität vorstellen.

Wo liegen die Stärken von Pforzheim?

Sibylle Schüssler: Die Stärken von Pforzheim liegen in erster Linie in den Menschen, die hier leben und arbeiten, in deren Talenten, Begabungen und deren Kreativität. Eine weitere Stärke sind unsere Strukturen im Bereich Bildung und Wissen (Schule und Hochschule), Kunst, Design und Kultur, hier sind enorme Potentiale vorhanden.

Unsere Lage an drei Flüssen sowie die „Stadt der kurzen Wege“ und die Umgebung sind auch ein Pluspunkt.

Wo liegen die Schwächen von Pforzheim?

Sibylle Schüssler: Es fehlt ein ganzheitliches Stadtentwicklungs-Konzept, eine Gesamtstrategie, die die vielfältigen Handlungsfelder der Stadtpolitik (Soziales, Kultur, Planung, Wirtschaft, Bildung und anderes mehr) verknüpft und die Entwicklungspotenziale in diesen Bereichen unserer Stadt versucht zu „versöhnen“ und so eine Zukunftsvision für Pforzheim beschreibt.

In welche Richtung sollte sich Pforzheim entwickeln?

Sibylle Schüssler: Zunächst sollten wir ein ganzheitliches Stadtentwicklungs-Konzept erarbeiten, unsere Vision, unsere Ziele formulieren für die Zukunft unserer Stadt.

Das Leitbild „Kreative Stadt“ macht Sinn, wobei der Begriff „Kreativität“ umfassend definiert werden sollte. Es geht um „kreative Stadtpolitik“. Stadtentwicklung ist vor allem dann kreativ, wenn sie neue Wege der Integration der verschiedenen Handlungsfelder, Nutzungen und Akteure findet.

Es heißt aber auch, Kunst und Kreativität als Standortfaktor zu begreifen, kreative Räume zu gestalten oder Kreativwirtschaft anzusiedeln.