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Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und ihr Mann Helmut kommen nach der Landtagswahl zur Saarlandhalle.
Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und ihr Mann Helmut kommen nach der Landtagswahl zur Saarlandhalle. Foto: Boris Roessler
27.03.2017

Kramp-Karrenbauer: «Martin Schulz ist zu schlagen»

Saarbrücken (dpa) - Die Wahlsiegerin der Landtagswahl im Saarland, Regierungschefin Kramp-Karrenbauer (CDU), sieht den Erfolgs-Nimbus des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz angekratzt.«Martin Schulz ist zu schlagen», sagte sie im Interview der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf das mäßige Ergebnis der Sozialdemokraten. Die gewonnene Landtagswahl gebe auch ein klares Zeichen für die Bundestagswahl. «Die SPD wird von den Menschen nicht uneingeschränkt unterstützt für ihre Pläne für Rot-Rot.» Für die geplante Wiederauflage der großen Koalition sieht sie eine Strukturreform im Saarland als Aufgabe.

Frage: Welches Signal geht von dieser Wahl für Deutschland aus?

Antwort: Es geht das Signal aus: Die CDU kann mobilisieren in ihr eigenes Lager. Die SPD wird von den Menschen nicht uneingeschränkt unterstützt für ihre Pläne für Rot-Rot. Dies ist das wichtigste Signal, das von dieser Wahl ausgeht. Und es zeigt: Martin Schulz ist zu schlagen.

Frage: Die große Koalition wird von Kritikern auch als Krisen-Koalition bezeichnet, sie sei schlecht für die Demokratie.

Antwort: Man muss mit einer großen Koalition verantwortlich umgehen. Ich habe immer gesagt: Sie macht Sinn, wenn man sie für große Projekte einsetzt. Das war in den letzten fünf Jahren vor allen Dingen das Thema Sanierung und Finanzverhandlungen, und das wird in den nächsten fünf Jahren die Umgestaltung der Strukturen in diesem Land sein. Und das können zwei Volksparteien besser miteinander regeln als eine unsichere Koalition mit einer schwachen Mehrheit.

Frage: Was haben Sie gesagt, als die ersten Zahlen hereinkamen, als deutlich wurde, dass es ein klarer Wahlsieg für die CDU wird?

Antwort: Zuerst ging mir der typisch saarländische Spruch durch den Kopf: «O leck». Und dann war ich sprachlos.