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23.04.2008

Kultour

Noch ganz verpennt und nicht wirklich aufnahmefähig sitze ich hier und soll euch berichten, wie die letzten fünf Tage in Berlin waren. Das kann man relativ fix zusammenfassen: Echt cool!

Das einzig Uncoole war die An- und Abreise, die erfolgte nämlich mit der Bahn, weshalb wir dann ziemlich viel Zeit mit Warten und Langweile in engen Abteilen verloren haben. Aber nebenbei haben wir neue Ecken unseres deutschen Heimatlandes kennen gelernt.

Aber mal der Reihe nach: Mittwoch Ankunft und nach dem Einchecken in unser super Cityhostel am Alex ging's gleich los zum Holocaust-Denkmal. Die vielen schwarzen Steine sagten uns nicht wirklich viel, dafür war die Ausstellung darunter umso besser.

Da wir mit der Schule und dem Geschichtekurs dort waren, war natürlich Kultur angesagt. In fünf Tagen haben wir die Stadt nach historischen Stätten durchkämmt und dabei echt interessante Dinge entdeckt. Am meisten hat mich das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen beeindruckt. Ein ehemaliger Häftling hat erzählt und uns die Methoden des DDR-Geheimdienstes eindrucksvoll vor Augen geführt.

Obwohl Berlin eine Megacity ist, konnte man im Zentrum viel zu Fuß machen, und so wird die große Stadt plötzlich wieder überschaubar. Nachteil: Am letzten Tag spürten wir unsere Füße nicht mehr, und der Rücken tat weh vom vielen Stehen.

Natürlich war das Programm nicht nur auf den Tag beschränkt, denn Berlin hat auch nachts einiges mehr als Pforzheim zu bieten. Von schnuckeligen Cocktailbars am Alex über das Fußballgucken am Brandenburger Tor (zusammen mit vielen betrunkenen Münchnern) und das IMAX (mit einem Horror, der gar keiner war) bis zu den Lounges im Sony Center oder die Megadisco, wo man gut und gerne die letzte Nacht durchmachen konnte.

Da war für jeden Geschmack etwas dabei. Und der Schlafmangel, der sich mit jeder durchzechten Nacht aufsummierte, wurde immer gravierender, so dass wir am letzten Tag in Potsdam mehr durch Sanssoucis torkelten als liefen.

Im Allgemeinen war die (Sauf-)Gemeinschaft aber gut, und man hat bei manchen Mitschülern noch ganz unentdeckte Seiten kennengelernt.

Im Zug hatte man dann Zeit zum Schlafen, wenn auch nicht wirklich intensiv. Eigentlich stand schon wieder Lernen auf dem Programm. Wir haben heute nämlich schon wieder Klausuren geschrieben, ist das nicht nett? Natürlich waren wir alle topfit.