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Rettunseinsatz im Osterwald: Ein dreijähriger Jungen war während eines Kindergartenausfluges in einen ehemaligen Bergwerkschacht im Osterwald bei Coppenbrügge gestürzt. Eine Kindergärtnerin war dann in den Schacht gesprungen, um das Kind zu retten.
Rettunseinsatz im Osterwald: Ein dreijähriger Jungen war während eines Kindergartenausfluges in einen ehemaligen Bergwerkschacht im Osterwald bei Coppenbrügge gestürzt. Eine Kindergärtnerin war dann in den Schacht gesprungen, um das Kind zu retten. © dpa
10.07.2012

Leben gerettet: Junge stürzt in Schacht, Erzieherin springt hinterher

Während eines Ausflugs ist ein 3-Jähriger am Montag in einen 25 Meter tiefen Schacht gefallen. Dass der Junge den Sturz überlebt hat, ist seiner heldenhaften Erzieherin zu verdanken: Ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit sprang sie dem Buben hinterher und rettete ihm vorm Ertrinken im eiskalten Wasser am Grund des ehemaligen Bergwerksschacht.

Der drei alte Jahre Junge war am Montag während eines Kindergartenausfluges in einem Wald in der Nähe von Osterwald in den unzureichend gesicherten Schacht gestürzt. Das Loch war nur mit morschen Stämmen abgedeckt gewesen. Eine 37 Jahre alte Erzieherin sprang hinterher und rettete dem Kind so vermutlich das Leben. «Beide haben den 25 Meter tiefen Fall vergleichsweise glimpflich überstanden», sagte der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Salzhemmendorf, Clemens Pommerening.

Der kleine Junge muss voraussichtlich noch eine Woche zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben, sagte die Sprecherin des Kreises Hameln-Pyrmont, Sandra Lummitsch. Die Erzieherin konnte die Klinik voraussichtlich noch am Dienstag wieder verlassen. Sie hatte mit dem Kind im eiskalten Wasser am Grund des engen dunklen Schachtes ausgeharrt, bis sie von Spezialisten der Feuerwehr nach knapp zwei Stunden geborgen wurden. Die Erzieherin wolle nicht in die Öffentlichkeit treten, sagte die Leiterin des Kindergartens.