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Ein Sattelzug ist in Soltau in ein Haus gekracht. Die Freiwillige Feuerwehr Soltau musste das Trümmerfeld beseitigen und die durchbrochene Hauswand sichern.
Ein Sattelzug ist in Soltau in ein Haus gekracht. Die Freiwillige Feuerwehr Soltau musste das Trümmerfeld beseitigen und die durchbrochene Hauswand sichern. © Freiwillige Feuerwehr Soltau
05.10.2012

Lkw-Fahrer ohnmächtig: Sattelzug kracht in Haus

Soltau. Wer sich spät am Abend ins Bett legt, wünscht sich in der Regel Ruhe und einen ungestörten Schlaf. Da ist kein Platz ungebetene Gäste. Vor allem nicht, wenn es sich um Lastwagen handelt, die kurz nach Mitternacht ins Schlafzimmer krachen, und das mitten durch die Außenmauer, wie es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in Soltau der Fall war.

Der 63-jährige Fahrer eines Sattelzuges aus Walsrode erlitt beim Abbiegen einen Ohnmachtsanfall und behielt dadurch seine Lenkbewegung bei. Er fuhr über den Gegenfahrstreifen, den Gehweg und prallte mit zirka 20 Stundenkilometer gegen ein Haus. Das Mauerwerk und zwei Fenster wurden stark beschädigt und ein Heizkörper im Schlafraum aus der Verankerung gedrückt. Mauerreste und Fensterteile lagen verstreut herum. Der Sattelzugfahrer verletzte sich leicht und wurde nach ambulanter Behandlung im Krankenhaus wieder entlassen.

Die Freiwillige Feuerwehr Soltau sicherte die eingestürzte Mauer mit Baustützen ab und räumte das Trümmerfeld. Die Bewohner blieben glücklicherweise bis auf den Schrecken unverletzt. Eine Familie mit vier Kindern im Kleinkindalter, die direkt über der Einschlagstelle wohnten, wurde in das Feuerwehrhaus gefahren und dort betreut. Sie konnten nach Ende der Sicherungs- und Aufräumarbeiten in ihre Wohnung zurückkehren. Der Schaden wird auf 10.000 Euro geschätzt. pol/fw