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17.04.2014

Mädchen neun Jahren bei Wasser und Brot gefangen

Buenos Aires (dpa) - Ein 15 Jahre altes Mädchen ist in Argentinien von seinen Pflegeeltern neun Jahre bei Wasser und Brot eingesperrt worden. Als die Polizei die Jugendliche befreite, habe sie nur noch 20 Kilo gewogen, berichteten örtliche Medien.

Die Pflegeeltern, die das Mädchen seit 2001 in Buenos Aires in Obhut hatten, sind in Haft. Das Opfer wurde bereits vergangenen November befreit, der Fall kam jedoch erst am Mittwoch (Ortszeit) ans Licht, nachdem den Angaben zufolge ein Antrag auf Haftaussetzung für die Pflegeeltern abgelehnt wurde.

Das Mädchen war in einer Garage nur mit einem Hund und einem Affen eingesperrt, wie die Zeitung «Clarín» berichtete. Die 15-Jährige sei misshandelt worden, habe Futterreste für die Tiere gegessen und sei nur knapp dem Hungertod entgangen. Die Pflegeeltern sollen Anhänger des Kultes «San La Muerte» (Heiliger Tod) sein, dessen Leitbild ein Skelett ist.

Die 15-Jährige sagte aus, dass sie in der ganzen Zeit nur zweimal die Garage habe verlassen können. «Glücklicherweise, hat sich ihr Befinden deutlich verbessert. Sie hat zugenommen, und der Gesundheitszustand ist stabil», zitierte «Clarín» am Donnerstag Justizkreise.