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Das SEK hat einen Mann festgenommen, der mit einer Axt und Messern bewaffnet in das Amtsgericht in Marburg eingedrungen ist.
Das SEK hat einen Mann festgenommen, der mit einer Axt und Messern bewaffnet in das Amtsgericht in Marburg eingedrungen ist. © Symbolbild: dpa
23.07.2013

Mann dringt mit Axt und Messer in Gericht ein

Marburg. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hat einen anscheinend psychisch gestörten Mann überwältigt, der mit Axt und Messer bewaffnet in das Marburger Amtsgericht eingedrungen war. Es sei niemand verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Die Hintergründe für die Tat waren zunächst unklar.

Der Mann war am Mittag durch den Haupteingang in das Amtsgericht gekommen und hatte mit der Axt um sich geschlagen. Der Pförtner löste Alarm aus. Die Türen wurden danach verschlossen, so dass der Mann in dem Vorraum eingesperrt war. Die etwa 80 Mitarbeiter verließen das Gebäude. Der aggressive Mann schlug laut Polizei weiter mit der Axt auf Gegenstände ein. Dabei zerstörte er eine Gegensprechanlage, eine Scheibe aus Spezialglas hielt dem Schlag stand.

«Er hat gesagt, dass er in der Psychiatrie gewesen und dort mit Medikamenten kaputt gemacht worden sei», berichtete der Amtsgerichtsdirektor Cai Boesken von seinem Gespräch mit dem Täter. Der Mann habe erklärt, er wolle im Gericht einen Sitzungssaal zertrümmern, weil er «irgendwo damit anfangen müsse». Sein fall habe aber anscheinend nichts mit dem Marburger Gericht zu tun.

Die Polizei versuchte auch mit Hilfe eines Psychologen, den Täter zur Aufgabe zu bewegen, jedoch vergeblich. Etwa zwei Stunden nach seinem Eindringen in das Gericht wurde er überwältigt. Die Polizei vermutet, dass es sich bei dem Mann um einen 47-Jährigen handelt. Sicher geklärt war seine Identität jedoch zunächst nicht.