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22.04.2008

Marode Schule erwartet die Abrissbirne

Von außen mag das Pforzheimer Hilda-Gymnasium ja noch recht passabel aussehen, von innen jedoch spürt man beim Gang durchs Treppenhaus und in den Fluren und Klassenzimmern, dass diese Schule dringend einer Sanierung bedarf. Oder einer Abrissbirne, die Platz schafft für einen Neubau. Heute in den frühen Abendstunden entscheidet darüber der Gemeinderat der Stadt Pforzheim. PZ-news wird aktuell darüber berichten.

Im Keller des Hilda-Gymnasiums, einem ehemaligen Bunker, sieht man es am deutlichsten. Da, wo Stahlstützen in Reih und Glied die Decke vom Einbrechen abhalten, hat sich der Boden der darüber liegenden Turnhalle stellenweise um fünf Zentimeter gegenüber dem normalen Deckenniveau abgesenkt. Risse in den Wänden, Wasser im Keller, einglasige Fenster, von denen die Farbe blättert und die weder Wärme drinnen behalten noch Lärm draußen abhalten können – die Liste der Baumängel ist lang.

Hinzu kommt: Das Hilda-Gymnasium hat rund 900 Schüler – Tendenz weiter steigend. 34 Klassen sollten es eigentlich sein, aber 26 Klassen sind es nur. Dafür, dass die Klassen mit Schülern voll gestopft sind, fehlt es ihnen auch noch an Raum. Überdies quetschen sich die Schüler im Hilda-Gymnasium in den kleinsten Klassenzimmern weit und breit. Kein Wunder, dass Oberstudiendirektor Günter Scheu den Tag herbeisehnt, an dem ein Neubau seinen Schülern endlich Bewegungsfreiheit in größeren Klassenzimmern gibt, an dem er nicht jeden Tag aufs Neue an irgend einer Ecke Risse zuspachteln und verfärbten Putz abklopfen lassen muss.

Der Gemeinderat soll heute über den Neubau des Hilda-Gymnasiums zusammen mit dem Bau einer Dreifeld-Sporthalle mit 2000 Zuschauerplätzen entscheiden. Die Größe der Turnhalle stand zuletzt in der Diskussion, da sie für größere Wettkämpfe zu klein und für die üblichen Sportveranstaltungen in der Region zu groß ist.