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20.01.2010

Mast: Begeistert vom "JungenRat"

Sind Jugendliche an Politik interessiert? Wie kann ich sie für unsere Demokratie begeistern? Diese Fragen treiben mich um. Denn Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit.

Diese Woche bin ich in Pforzheim und dem Enzkreis unterwegs. Ich bin im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern über Demokratie, Politik und Gestaltungsmöglichkeiten als Bundestagsabgeordnete. Der „Junge Rat für Mast“ beginnt in drei Schulen – in Mühlacker, Remchingen und Pforzheim. Da klingelt der Wecker früh – auch wenn es abends spät war. Aber die interessierten Fragen der Jugendlichen entschädigen für vieles: Wieso sind wir in Afghanistan? Was denken Sie über G 8 und die Studiengebühren? Wie sollen wir die ganzen Schulden bezahlen? Wer glaubt, Jugendlichen wäre das alles egal, der sollte diese Unterrichtsstunden erleben: Interesse, klare Fragen und das Erwarten von klaren Antworten. Natürlich sind Schulbesuche und der „Junge Rat für Mast“ nur der Anfang von Demokratieförderung, aber ich möchte nicht nur über Bildung reden, sondern meinen eigenen Beitrag leisten.
Am Dienstag kam ein junger Mann in mein Bürgerbüro in der Goethestraße. Er will sein Bogy-Praktikum (Berufs-orientierung am Gymnasium) in meinem Büro machen. Dieses Jahr haben mein Team und ich schon vier Bewerber und allen ermöglichen wir ein Praktikum. Warum er sich denn für Politik interessiere, wollte ich von ihm wissen. Der junge Mann will seine Zukunft in die Hand nehmen und es ist ihm wichtig, sich für Bildung, Umwelt und Gerechtigkeit zu engagieren – auch schon bevor er wählen darf. Mir fällt auf, dass sich gerade jetzt nach der Wahl besonders viele Jugendliche bei mir für ein Praktikum beworben
haben. Ich habe das Gefühl, dass die Bundestagswahl und das Ergebnis der SPD die Jugendlichen motiviert, sich einzusetzen. Das ist ein gutes Signal. Wir brauchen die Jugendlichen als aktive Demokraten.