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02.03.2010

Maulwurf pocht auf sein Heimrecht

Das lange Warten hat ein Ende. Am kommenden Wochenende rollt endlich in allen Fußballklassen wieder der Ball. Wenn – ja wenn nicht unsere unterirdischen Mitbewohner dem ein oder anderen Verein wieder einen Strich durch die Rechnung machen.

Die Schneedecke ist weg, die Maulwürfe sind da – sowohl auf dem Platz des FC Mühlacker als auch beim Kreisligisten   FV Langenalb. Dort fiel deswegen am Wochenende die Partie gegen den FV Öschelbronn aus. „Wir haben ja schon vieles gehabt“, sagt Langenalbs Trainer Emanuel Günther., „Wildschweine und auch Würmer, aber Maulwürfe sind uns neu“, so der Ex-Profi des Karlsruher SC.

Vereinsmitglieder hatten vergangene Woche versucht (die PZ berichtete), die Erdhügel zu beseitigen – ohne Erfolg. Der Maulwurf beansprucht vehement sein Heimrecht und gibt durch seine braunen Bauten den Platz nicht frei. Das Heimrecht fordern jetzt aber Langenalbs Kicker zurück. Am Sonntag gegen Germania Singen wollen sie spielen. „Mal sehen wer sich durchsetzt“, schmunzelt Emanuel Günther, der seine Jungs auf dem topfebenen Platz zwei wenigstens auf die kommende Partie vorbereiten kann. „Wir geben unser Bestes“, meint derweil Platzwart Jürgen Seemann, der mit dem „Sondereinsatzkommando“ (SEK) des Fußballvereins den Maulwürfen die Rote Karte zeigen will.

Gut aus den Startlöchern ist der 11. FC Ersingen gekommen. Die Mannschaft von Matthias Kauselmann fuhr gegen den abstiegsbedrohten 1. FC Calmbach durch Tore von Kevin Bachmann, Michael Kälberer und einem Eigentor der Gäste einen 3:0-Heimerfolg ein und verdarb damit Eberhard Carl den Trainer-Einstand bei den Enztälern.

Nägel mit Köpfen hat Ersingen derweil bei der Planung für die kommende Runde gemacht. So werden sich nach drei Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit die Wege von Trainer Matthias Kauselmann (1. Mannschaft) sowie Martin Grimm (2. Mannschaft) und dem Verein vom Kirchberg trennen. „Wir hätten gerne mit ihnen verlängert, aber sie wollen eine Pause machen“, bedauert Spielleiter Michele Guarneri die Entscheidung des Trainergespanns. „Beide haben super Arbeit geleistet.“ Unter anderem führte Matthias Kauselmann den FCE von der A-Klasse bis zur Vizemeisterschaft in der Kreisliga. In der Landesliga-Relegation im vergangenen Jahr, scheiterte man aber im Elfmeterschießen gegen den Tabellenzweiten der Bruchsaler Kreisliga, den FC Kronau.

Einen Nachfolger für Kauselmann und Grimm hat der 1. FC Ersingen mittlerweile gefunden. Paul Ressler, zuletzt beim 1. FC Eutingen, wird die erste Mannschaft übernehmen. Stefan Rapp, zuletzt beim TuS Bilfingen, kümmert sich um das Reserve-Team. „Ein ideales Gespann“, meint Guarneri und hofft auf eine ebenso erfolgreiche Zusammenarbeit.

Die läuft bei der Spvgg Coschwa hervorragend. Deshalb hat der Tabellenvierte der Kreisklasse A2 auch vorzeitig den Vertrag mit Trainer Thomas Roller und Co-Trainer Alexander Velte um ein weiteres Jahr verlängert. Der Rückstand auf Spitzenreiter SV Büchenbronn (37 Punkte) beträgt zum Rückrundenstart sechs Zähler. Nach Vereinsangaben sei vor allem die Umstellung auf Viererkette der Grund für das bisher gute Abschneiden in dieser Saison. In der Rückrunde will man alles dransetzen, um mindestens noch einen Relegationsplatz zu erreichen.

Den Aufstieg im Visier hat immer noch TuS Ellmendingen, obwohl die Winzer nach der tollen letzten Runde alles andere als optimal in die neue Saison gestartet sind. Derzeit rangiert die Mannschaft von Trainer Peter Sieben in der Kreisklasse A2 auf Platz fünf (30 Punkte) und „die Chance ist da, noch aufzusteigen“, so der Ellmendinger Coach. Dafür hat er seinen Kader in der Winterpause nochmal mit vier Akteuren verstärkt. Arsim Muslia, der zuletzt als Spielertrainer beim 1. FC Schellbronn am Ball war, soll die Offensive ankurbeln. Der Allrounder wurde  – erst einmal – bis zum Sommer verpflichtet.

Vom FC Germania Singen kam Patrick Kaltenegger, der als laufstarker Mittelfeldspieler gilt. Dennis Weber kehrte nach einem halben Jahr beim TSV Reichenbach zurück seinem Ex-Klub. Und auch Konstantin Gebhardt wird sich nach einem halben Jahr beim TSV Pfaffenrot wieder das Ellmendinger Trikot anziehen.

Auf ihren ersten Pflichtspieleinsatz müssen die Neuzugänge allerdings noch warten. Am Wochenende ist Ellmendingen spielfrei, da die SG Brötzingen/ FCP II ihre Mannschaft wegen Spielermangels abgemeldet hat.