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Auf Barcelonas beliebter Flaniermeile Las Ramblas ist am Donnerstag ein Lieferwagen in eine Menschenmenge gerast. © dpa
Auf Barcelonas beliebter Flaniermeile Las Ramblas ist am Donnerstag ein Lieferwagen in eine Menschenmenge gerast. © dpa
17.08.2017

Mehr als 100 Verletzte in Barcelona noch im Krankenhaus

Barcelona. Mehr als 100 Verletzte sind nach dem Terroranschlag mitten in Barcelona weiter im Krankenhaus. Das teilten die katalanischen Rettungskräfte am Freitagmorgen auf Twitter mit.

Die Verletzten werden demnach in etwa 15 katalanischen Krankenhäusern versorgt. Ein weißer Lieferwagen war am Donnerstag auf der Flaniermeile Las Ramblas in Gruppen von Passanten gerast, 13 Menschen wurden getötet.

Unterdessen hat die spanische Polizei nach dem Terroranschlag von Barcelona einen dritten Verdächtigen festgenommen. Der Mann sei in Ripoll, etwa 100 Kilometer nördlich von Barcelona gefasst worden, teilte die Polizei mit. Ob es sich bei dem Inhaftierten um den flüchtigen Fahrer des Lieferwagens handelt, der am Donnerstag auf dem Boulevard Las Ramblas 13 Menschen umgebracht hatte, war zunächst unklar.

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Zwei Verdächtige waren bereits kurz nach der Tat festgenommen worden. Bereits am Donnerstag hatte die Polizei mitgeteilt, dass es Verbindungen zwischen der Tat und der Stadt Ripoll in der Provinz Girona geben soll.

Nach Angaben spanischer Medien hatte es sich bei den Sprengstoffgürteln der in der Stadt Cambrils erschossenen Terror-Verdächtigen um Attrappen gehandelt. In der Stadt 100 Kilometer südwestlich von Barcelona hatten Einsatzkräfte in der Nacht fünf mutmaßliche Terroristen erschossen. Was die Männer genau vorhatten, war weiter unklar.

Am Tag nach dem verheerende Terrorakt trauert die zweitgrößte spanische Stadt trauert um die Opfer des Terroranschlags. Am Freitagmorgen war am Parlamentsgebäude der katalonischen Regierung die Flagge auf halbmast gehisst, wie auf Bildern zu sehen war. Für 12 Uhr mittags sei eine Schweigeminute auf der Plaça de Catalunya geplant, teilte die katalanische Polizei auf Twitter mit.

Trotzdem versuchen die Menschen, etwas Normalität zurückzugewinnen. Auf dem Boulevard Las Ramblas öffneten die ersten Kioske wieder, berichtete der Sender TV3. Die öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt funktionieren laut der katalanischen Notfalldienste größtenteils wieder normal. Nur drei Stationen um Las Ramblas blieben geschlossen. Polizei, Zivilschutz und Rotes Kreuz richteten am Flughafen zwei Räume ein, um Familienangehörige der Opfer zu betreuen.

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