nach oben
01.09.2008

Mein neues Zuhause

Mittlerweile bin ich schon über ne Woche hier und da wird es mal Zeit, euch an den ersten Eindrücken und Erlebnissen teilhaben zu lassen.

Allein der Flug ist schon recht abenteuerlich gewesen. Auf Grund eines technischen Fehlers hatte meine Maschine schon in Frankfurt 8 Stunden Verspätung. Dafür hatte ich die Gelegenheit, in einem deutschen Nobelhotel zu übernachten. :)

In Abu Dhabi musste ich zwischenlanden und hatte dort auch meinen Anschlussflug verpasst. Also wieder warten und wieder ein Hotel. Im Allgemeinen fand ich diese Odyssee sehr interessant, denn so habe ich mal Abu Dhabi gesehen, so ganz anders als alles, was ich kannte: Die Männer mit weißen Gewändern und Turbanen, Frauen in Burkas, weiße Häuser und eine äußerst kahle Landschaft. Und ein Klima- heißer als jede Sauna! :)

Mit einem Tag Verspätung, am 16. August, kam ich dann in Johannesburg an und wurde von meinem Chef abgeholt. Mein neues Zuhause liegt etwas eine Stunde von Johannesburg entfernt, recht außerhalb. Hier gibt es viele Berge, das Gras ist meist vertrocknet, das gerade Winter ist. Es regnet also nicht und so sieht es kahl aus. Dementsprechend war auch das Wetter- kalt! Ich habe echt gefroren, da die Häuser keinerlei Isolierung oder Heizung haben. Mittlerweile ist es aber warm geworden und der Sommer kommt langsam. Überall sieht man den roten Sand, der dann auch an Kleidern klebt und sofort in die Nase steigt.

Ich wohne auf einer Farm, wie man sie so aus Filmen kennt, echt idyllisch! Mit mir wohnen Leute aus verschiedenen Ländern hier, wir sind also echt international. Deswegen wird auch sehr viel Englisch gesprochen, was ich sehr genieße. Es ist eher wie so eine riesen WG, wo vieles gemeinsam genutzt wird und man echt gute Gemeinschaft haben kann.

Ich teile ein Zimmer mit einer Deutschen und wir verstehen uns echt gut, darüber bin ich sehr froh. Eigentlich sollen wir ein eigenes kleines Holzhaus haben, aber das ist noch nicht fertig. So schlafen wir im Haupthaus in der großen Halle.

Die ersten Tage war erstmal ankommen angesagt und viel gucken. Aber jetzt, nach zwei Wochen, geht es so langsam los mit der Arbeit. Ich fahre mit auf die Einsätze in Schulen und helfe, wo es geht.

Mir geht es also gut und ich bin froh, hier zu sein. Und ich bin gespannt, was so in den nächsten Wochen auf mich zukommt, wenn ich voll in die Arbeit einsteige und die Leute um mich herum besser kennenlerne!