nach oben
Alle Autos aus einem abgesperrten Gebiet rund um eine niedergebrannte Duisburger Gewerbehalle mussten von der Feuerwehr abgespritzt werden. Sie hätten sonst gefährlichen Asbeststaub in der ganzen Stadt verteilen können. © dpa
01.02.2015

Meterhohe Flammen: Nach Asbest-Alarm rücken Reinigungsspezialisten an

Duisburg. Nach dem Brand einer asbestverseuchten Lagerhalle in Duisburg gehen am Sonntag die Reinigungsarbeiten weiter. „Die Feuerwehr hat Straßen und Autos gesäubert, den Rest erledigt eine Spezialfirma“, sagte ein Sprecher der Polizei am Morgen. Der durch das Feuer verwirbelte Asbeststaub war am Samstag auch auf Gärten, Spiel- und Sportplätze niedergegangen. Hier kämen die Spezialisten zum Einsatz, hieß es.

Bildergalerie: Asbest-Alarm in Duisburg: Feuerwehr wäscht Autos

Der Brand der Lagerhalle hatte einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Die Polizei sperrte im Umkreis von rund 500 Metern zunächst Straßen und Parkplätze ab. An einer provisorischen Schleuse zum betroffenen Gewerbegebiet wurden nach Polizeiangaben alle Fahrzeuge mit Wasser abgespritzt, damit sich der Staub nicht weiter verteilt. Messungen hätten ergeben, dass der niedergegangene Ruß Asbeststaub enthalte. Die Straßensperrungen wurden am Abend wieder aufgehoben. Nach einer ersten Bilanz der Stadt reinigte die Feuerwehr rund 600 Fahrzeuge.

Nach Angaben der Stadt ist sowohl der Aufenthalt in Räumen als auch im Freien nicht gefährlich. Allerdings sollten Gärten, Spiel- und Sportplätze vorsorglich nicht betreten werden. Es handele sich um feinfaseriges Asbest, das in kleinen Stücken verwirbelt worden sei, teilte die Stadt mit. Solange diese Stücke nicht berührt oder bewegt würden, bestehe keine Gefahr. In dem betroffenen Bereich befinden sich ein Einkaufszentrum, eine Sporthalle, ein öffentlicher Bolzplatz, ein Schrebergarten sowie weitere Geschäfte.

Das Feuer in der Lagerhalle war in der Nacht zu Samstag ausgebrochen. Nach Angaben der Polizei schlugen die Flammen meterhoch aus der Halle, Verpuffungen waren zu hören. Eine Rauchwolke sei über den Rhein bis zur Innenstadt gezogen. Erst nachdem der Brand gelöscht war, entdeckten Fachleute von Feuerwehr und Umweltamt den Asbest im Dach der Lagerhalle. Erneute Messungen hätten dann im niedergegangenen Ruß Asbeststaub nachgewiesen.

In der Halle waren ein Reptilienhandel, eine Computerfirma, ein Lebensmittelhandel und eine Kunststofffirma untergebracht. Die Brandursache war zunächst unklar. Verletzt wurde niemand.