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Ein voll besetzter Reisebus rast auf einer Autobahn in der Nähe von Neapel in ein Stauende und stürzt von einer Brücke. 36 Menschen kommen ums Leben. © dpa
29.07.2013

Mindestens 38 Tote bei Busunglück in Italien

Tödliches Ende einer Bustour: Auf dem Rückweg von einem Ausflug stürzt im Süden Italiens ein Reisebus von einer Autobahnbrücke rund 30 Meter in die Tiefe. 38 Menschen sterben, 10 weitere werden schwer verletzt. Unter den Opfern sind nach Berichten der italienischen Nachrichtenagentur Ansa auch viele Kinder.

Bildergalerie: Reisebus stürzt von Brücke: fast 40 Tote

Der Bus war ersten Ermittlungen zufolge am Sonntagabend in der Nähe von Neapel mit hoher Geschwindigkeit in ein Stauende gerast, hatte mehrere Autos gerammt, eine Leitplanke durchbrochen und war schließlich in eine Schlucht gestürzt, wo er in unwegsamen Gelände liegen blieb.

Der Unfall ereignete sich auf der Autobahn Neapel-Bari zwischen Monteforte Irpino und Baiano in der Region Kampanien. Insgesamt sollen knapp 50 Menschen mit dem Bus unterwegs gewesen sein, darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Wie italienische Medien berichteten, handelte es sich um eine Pilgerreise. Die Opfer sollen aus den Orten Giugliano, Mugnano und Marano in der Nähe von Neapel stammen.

Die elf Überlebenden wurden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser in Neapel gebracht. Ansa zufolge sind unter ihnen sechs Kinder, von denen zwei sich am Montagmorgen noch in kritischem Zustand befanden.

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich wegen des unwegsamen Geländes schwierig. Helfer bargen 33 Leichen aus dem Wrack des Busses. Weitere Tote wurden unter dem völlig zerstörten Fahrzeug gefunden. An der Unfallstelle wurden die Leichen zunächst mit Tüchern bedeckt auf der Straße aufgereiht. Berichten zufolge ist auch der Busfahrer unter den Toten.

Am Montagmorgen wurden Särge mit den Opfern dann in eine Schule in Monteforte Irpino gebracht, wo auch die Angehörigen Gelegenheit haben sollten, Abschied zu nehmen.

Warum der Bus gegen 20.30 Uhr so schnell auf das Stauende auf der A 16 auffuhr, war zunächst nicht bekannt. Möglicherweise habe es ein Problem mit den Bremsen gegeben, berichtete Ansa. Die Autobahn blieb nach dem Unfall stundenlang gesperrt.