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Ein mit vier Jugendlichen besetzter VW-Passat war vor zwei Wochen gegen zwei Bäume geprallt. Der 17-jährige Beifahrer erlag später seinen Verletzungen.
Ein mit vier Jugendlichen besetzter VW-Passat war vor zwei Wochen gegen zwei Bäume geprallt. Der 17-jährige Beifahrer erlag später seinen Verletzungen. © Seibel
12.10.2010

Mitfahrer leidet noch immer stark unter Unfall-Folgen

HEIMSHEIM/NEUHAUSEN. Nach dem schweren Unfall, bei dem vor zweieinhalb Wochen ein 17-Jähriger zwischen Heimsheim und Friolzheim ums Leben kam, ist an der Schule der Verunglückten nach Polizeiangaben noch immer keine Normalität eingekehrt. Ein weiterer 17-Jähriger, der bei dem Unfall lebensbedrohliche Verletzungen erlitten hatte, liegt nach Angaben der Pforzheimer Polizei noch immer in einer Klinik in Tübingen. Nach Informationen der PZ ist er aus dem Koma aufgewacht, leidet aber noch immer stark unter den Folgen des Unfalls.

Dieser Unfall lässt viele junge Leute im Umfeld der Verunglückten noch nicht los. „Die Schüler sind traumatisiert“, sagt Frank Otruba, Sprecher der Polizeidirektion Pforzheim. Aus diesem Grund will die Polizei heute erneut Präventionsgespräche an der Schule führen.

Am frühen Sonntagmorgen des 26. September waren vier Jugendliche nach einer Geburtstagsparty mit dem Auto der Eltern eines 17-Jährigen losgezogen und auf abschüssiger Strecke am Heimsheimer Betzenbuckel von der Straße abgekommen. Das Fahrzeug mit den jungen Leuten aus der Gemeinde Neuhausen prallte gegen zwei Bäume. Der 17-jährige Beifahrer starb an den Folgen seiner schweren Verletzungen im Krankenhaus. Der gleichaltrige Fahrer war nach Polizeiangaben betrunken am Steuer gewesen. Einen Führerschein für einen PKW hatte er nicht. Damit verstießen die jungen Leute gegen alles, was die Polizei in ihrer Präventionsarbeit Jugendlichen nahebringen möchte. Deshalb werden diese Anstrengungen am Schul- und Wohnort der Verunglückten gezielt verstärkt (die PZ berichtete). „Insgesamt wollen wir mit 250 Schülern aus dem Umfeld der Verunglückten ins Gespräch kommen und sie schulen“, sagt Otruba.