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07.03.2008

Mon amour le français

Heute geht „wehmütig“ ein Stück Quälerei zu Ende. Am Anfang war es noch faszinierend, am Ende nur noch lästig. Aber jetzt heißt es: Nie wieder Französisch!

Gut, ich habe noch Unterricht, aber heute habe ich die letzte Klausur geschrieben. Sie war, wie immer bezeichnend für dieses Fach, schwer und zu lang. Ein Text, bei dem man nur raten kann, was er bedeutet, denn die Worterklärungen enthalten nur neue Fremdwörter. Mit schwindender Zeit schwindet auch die Konzentration und man muss sich dann zuletzt noch einen 300-Wörter Essay aus der Nase ziehen. Kann man sich gar nicht vorstellen, dass 300 Wörter so viel sein können!

Dabei hatte alles so hervorragend begonnen: Ich bin ja ein Sommerfreund und habe gestern sehr argwöhnisch aus dem Fenster gesehen, als es anfing zu schneien. Eigentlich mag ich keinen Schnee, aber gestern mochte ich ihn, denn er könnte ja bis morgen solche Ausmaße annehmen, dass ich leider nicht in die Schule kann, um die Klausur zu schreiben... Die Natur spielte da aber nicht mit und so musste ich mich heute Morgen doch aufraffen.

Als ich in der 8.Klasse wählen musste, wollte ich unbedingt Franz lernen, ich fand die Sprache so faszinierend und elegant. Diese Begeisterung ist mittlerweile einer leichten Abneigung gewichen, denn was im Unterricht aus unserem Mund kommt, klingt keinesfalls elegant, bestenfalls sind es undefinierbare Geräusche, die sich nasal und gesungen anhören. Und von den vielen Regeln, die dann wiederum 1000 Ausnahmen haben, wird man ganz wirr im Kopf! Ganz zu schweigen von den Bindungen und komplizierten Ausspracheregeln. Und schnell kam die Erkenntnis, dass Spanisch wohl doch besser gewesen wäre. Eigentlich kann ich mich aber nicht beschweren, denn es gibt auch Leute, die diese „Bürde“ bereits seit der 7. Klasse mit sich herumtragen...

Aber jetzt ist es vorbei, nie mehr Wörter zählen oder überlegen, welchen Artikel denn nun ein Wort hat oder ob man die Endung spricht oder schluckt. Es wird sicher lange dauern, bis ich wieder freiwillig anfange, diese Sprache zu sprechen...

Für andere beginnt morgen bereits der „Ernst des Lebens“: Es ist praktisches BK-Abi! Aus nichts soll in ein paar Stunden ein Kunstwerk entstehen. Da bin ich mal gespannt. Für alle Beteiligten: Viel Glück und erzählt mal, wie es euch ergangen ist!

Ein Geständnis noch zum Schluss: Während ich hier über meine Lieblingssprache ablästere, läuft im Hintergrund französische Musik...