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Ein 56-jähriger Afghane hat zu Prozessbeginn in Hamburg gestanden, vor 16 Jahren seine ehemalige "Zweitfrau" ermordet haben. Die 23-jährige Frau war im Juli 1996 bei der Hochzeit ihrer Schwester mit mehreren Messerstichen getötet worden.
Ein 56-jähriger Afghane hat zu Prozessbeginn in Hamburg gestanden, vor 16 Jahren seine ehemalige "Zweitfrau" ermordet haben. Die 23-jährige Frau war im Juli 1996 bei der Hochzeit ihrer Schwester mit mehreren Messerstichen getötet worden. © dpa
10.09.2012

Mord an "Zweitfrau" vor 16 Jahren: 56-jähriger Afghane gesteht

Mehr als 16 Jahre nach dem Mord an einer 23-jährigen Frau in Hamburg hat ihr ehemaliger Lebensgefährte die Bluttat gestanden. Ihr Mandant habe in Rage auf die junge Frau eingestochen, weil sie eine Aussprache mit ihm verweigert habe, erklärte die Verteidigerin des 56-Jährigen beim Prozessauftakt am Montag im Hamburger Landgericht . Die Frau war im Juli 1996 bei der Hochzeit ihrer Schwester mit sieben Messerstichen getötet worden. Nach der Blutat war der Angeklagte nach Afghanistan geflüchtet.

Die Anklage geht davon aus, dass der Mann seine Zweitfrau aus Hass, Wut und Rache ermordete. Die 23-Jährige hatte sich fünf Monate zuvor von ihm getrennt und war mit der gemeinsamen Tochter nach Hamburg gezogen. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft hatte der Mann seine «Zweitfrau» zuvor immer wieder geschlagen. Mit einer weiteren Frau, seiner Erstfrau, hatte der Mann laut Staatsanwaltschaft fünf gemeinsame Kinder.

Im Dezember 2011 reiste der Afghane über Usbekistan nach Schweden und wurde dort aufgrund eines europäischen Haftbefehls festgenommen. Im April dieses Jahres wurde er nach Deutschland ausgeliefert. Ein Urteil wird Ende September erwartet. dpa