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Lebenslang in Haft muss ein 34-Jähriger, der ein Sexspiel vortäuschte, um dann seine ans Bett gefesselte Freundin zu erwürgen.
Lebenslang in Haft muss ein 34-Jähriger, der ein Sexspiel vortäuschte, um dann seine ans Bett gefesselte Freundin zu erwürgen. © Symbolbild: dpa
07.09.2012

Mord beim Sexspiel: Lebenslang in Haft

Er täuschte Sexspiele vor, fesselte seine Freundin mit Handschellen ans Bett - und erwürgte sie dann, um ihr Konto zu plündern: Wegen Mordes an seiner Freundin ist ein 34-Jähriger am Freitag vom Landgericht Trier zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Nach Auffassung der Richter hatte der arbeitslose Koch seine 27 Jahre alte Lebensgefährtin im Januar im rheinland-pfälzischen Kinderbeuern heimtückisch und aus Habgier getötet. Nach der Tat ging er zum Geldautomaten und hob in mehreren Chargen gut 3000 Euro vom Konto der Altenpflegerin aus dem sächsischen Görlitz ab - um damit seine Drogensucht zu finanzieren.

Die Frau sei völlig wehr- und arglos gewesen, als der 34-Jährige ihr plötzlich auf dem Bett mit beiden Händen den Hals zugedrückt habe, sagte die Vorsitzende Richterin Petra Schmitz. Weil das Fesseln ans Bett bei dem Paar eine übliche Praxis war, seien bei der Toten keine Abwehrspuren gefunden worden. Schließlich strangulierte der Mann die Frau mit einem Kabel und stach zweimal mit einem Steakmesser zu. Direkt nach der Tat ging er zum Geldautomaten und hob den ersten Betrag ab - gut 1000 Euro.

Der 34-Jährige hatte eingeräumt, seine Freundin getötet zu haben. Er behauptete aber, er habe in Trance gehandelt, weil er zuvor Kräuterdrogen konsumiert habe - und sich nicht mehr erinnern könne. Das sei abwegig, sagte Schmitz. Er habe sich bei der Tat «folgerichtig, wenn auch in einer grässlichen Art und Weise» verhalten. Im Internet recherchierte er außerdem zu Begriffen wie Chloroform und Schlafmittel. Es sei also keine Tat im Affekt, sagte Schmitz.