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Mutter erdrosselt: Rumänischer Tatverdächtiger ist Serientäter

Eine Woche nach der Ermordung einer zweifachen Mutter in Karlsruhe hat die Polizei weitere Details über den mutmaßlichen Täter herausgefunden. Der Tatverdächtige habe in seinem Heimatland Rumänien wegen verschiedenster Delikte in Haft gesessen, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa am Montag. Der heute 29-Jährige sei zu 20 Jahren Haft verurteilt gewesen, 13 Jahre habe er abgesessen.

Nach seiner Entlassung habe er sich seit Sommer in Deutschland aufgehalten. Die Polizei prüft nun, ob der laut Polizei auffällig kleine Mann auch für andere Straftaten infrage kommt. Er wurde am Freitag festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Der 29-Jährige hat sich bislang nicht zur Tat geäußert.

Die 47-jährige Frau war am Mittwoch erdrosselt im Flüsschen Alb gefunden worden. Es habe sich vermutlich um ein Sexualverbrechen gehandelt, erklärten die Ermittler. Der Täter hat sein Opfer wohl zufällig getroffen. Die alleinerziehende Mutter war am Montagabend kurz vor Mitternacht von ihrer Arbeit in Pforzheim mit der Bahn nach Karlsruhe zurückgekehrt und dann zu Fuß nach Hause gelaufen.

Nach der Tötung der in Weiherfeld wohnenden Frau sind die Gedanken vieler Karlsruher bei den beiden minderjährigen Kindern des Mordopfers. Vielfach wurde die Stadtverwaltung gefragt, wie man helfen könne. Daher hat Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup das Spendenkonto der Stadt Karlsruhe für Zuwendungen an die Angehörigen geöffnet.

„Es ist mir ein herzliches Anliegen, der Familie gerade kurz vor Weihnachten auf diese Weise meine Anteilnahme auszudrücken“, sieht sich Mentrup einig mit den Karlsruhern. Spenden können unter dem Stichwort "Weiherfeld" eingezahlt werden auf das Spendenkonto der Stadt Karlsruhe, Kontonummer 10 80 77777, bei der Sparkasse Karlsruhe Ettlingen, BLZ 660 501 01 (IBAN: DE10 6605 0101 0108 0777 77, BIC: KARSDE66).