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Brigitte Böhnhardt, die Mutter des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt, soll in München als Zeugin gehört werden. © dpa
12.11.2013

Mutter von mutmaßlichem Neonazi-Killer Uwe Böhnhardt sagt im NSU-Prozess aus

München. Im Münchner NSU-Prozess soll an diesem Dienstag die Mutter des Neonazis Uwe Böhnhardt als Zeugin gehört werden. Damit rücken die Familien der mutmaßlichen Terroristen in den Fokus des Münchner Oberlandesgerichtes. Brigitte Böhnhardt hatte auch schon vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtages ausgesagt.

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Nach eigenen Angaben hatten sie und ihr Mann von den Verbrechen des «Nationalsozialistischen Untergrundes» nichts gewusst. Sie hätten Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe bis Anfang Frühjahr 2002 mehrfach in Sachsen besucht.

Auch die Eltern von Uwe Mundlos und die Mutter von Beate Zschäpe sind in diesem Monat als Zeugen vor Gericht geladen. Am Montag sagte der Vater von Mundlos vor dem Erfurter Untersuchungsausschuss aus. Dabei warf er den Sicherheitsbehörden vor, die späteren NSU-Terroristen anfangs absichtlich nicht behelligt zu haben.

Den Neonazis Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe werden unter anderem zehn Morde zur Last gelegt. Mundlos und Böhnhardt wurden im November 2011 tot in Eisenach in einem Wohnmobil gefunden. Zschäpe wird gegenwärtig in München der Prozess gemacht.