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Die NSU-Angeklagte Beate Zschäpe.
Die NSU-Angeklagte Beate Zschäpe. © dpa
30.09.2013

NSU-Angeklagte Zschäpe vor Mordanschlag in Dortmund?

München. Im NSU-Prozess geht es heute um die Frage, ob Beate Zschäpe mit ihren mutmaßlichen Komplizen kurz vor einem Mordanschlag in Dortmund unterwegs war. Oder handelt es sich um eine Verwechslung?

Gehört werden soll eine Zeugin, die Zschäpe im April 2006 in Dortmund gesehen haben will - in etwa zu der Zeit, als die Neonazi-Terroristen dort den Kioskbesitzer Mehmet Kubasik ermordeten.

Die Journalistin hatte nach eigenen Worten in der ersten Aprilwoche 2006 mehrere Personen auf einem Nachbargrundstück beobachtet. Nachdem der «Nationalsozialistische Untergrund» (NSU) aufflog, habe sie auf Fotos Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt wiedererkannt. Bislang gab es kaum Hinweise darauf, dass Zschäpe selbst bei den Anschlägen des NSU in der Nähe der Tatorte war. Zschäpe ist als Mittäterin an allen Anschlägen des NSU angeklagt, darunter insgesamt zehn Morde.

Neuere Ermittlungen könnten aber auch auf eine Verwechslung hindeuten. Ein früherer Nachbar der Zeugin meint, die Beschreibung könnte durchaus auch auf ihn und Bekannte von ihm passen. Und seine Frau sehe Beate Zschäpe ähnlich. Er soll voraussichtlich zu einem späteren Termin gehört werden.