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in diesem Internet-Café in Kassel wurde der Betreiber Halit Yozgat ermordet. Beim NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München ist Andreas T. geladen, jener V-Mann, der sich zur Tatzeit in dem Internetcafé in Kassel aufhielt, in dem Yozgat erschossen wurde.
in diesem Internet-Café in Kassel wurde der Betreiber Halit Yozgat ermordet. Beim NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München ist Andreas T. geladen, jener V-Mann, der sich zur Tatzeit in dem Internetcafé in Kassel aufhielt, in dem Yozgat erschossen wurde. © dpa
04.12.2013

NSU-Prozess: Verfassungsschutz-Mitarbeiter muss noch einmal ran

Im NSU-Prozess soll am Mittwoch ein ehemaliger Verfassungsschutz-Mitarbeiter weiter vernommen werden, dazu einer seiner Informanten aus der rechten Szene. Andreas T. saß 2006 im hinteren Raum eines Internet-Cafés in Kassel, als die Neonazi-Terroristen dort den 21-jährigen Halit Yozgat ermordeten.

Seine Anwesenheit war Anlass für Spekulationen, zumal T. sich nicht als Zeuge bei der Polizei meldete. Zudem hatte er kurz vor der Tat mit einem Informanten aus der rechten Szene telefoniert. Dieser soll am Mittwoch ebenfalls als Zeuge gehört werden.

In den bisherigen Vernehmungen hat T. behauptet, er habe nichts von dem Mord mitbekommen. Er habe sich auch später nicht als Zeuge gemeldet aus Angst, seine Frau könne von seinen Besuchen in Internet-Flirtforen erfahren. Ein Ermittlungsverfahren gegen T. wurde eingestellt.

Dem «Nationalsozialistischen Untergrund» (NSU) werden zehn Morde zur Last gelegt, neun Opfer hatten türkische oder griechische Wurzeln. Beate Zschäpe, die derzeit in München vor Gericht steht, ist als Mittäterin an allen Anschlägen angeklagt. Sie soll für die legale Fassade des Trios gesorgt haben.