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Die Angeklagte Beate Zschäpe (Mitte) steht im Gerichtssaal in München zwischen ihren Anwälten Anja Sturm (links) und Wolfgang Heer (rechts). Die NSU Neonazi-Gruppe um Zschäpe soll zwischen 2000 und 2007 zehn Morde begangen haben.
Die Angeklagte Beate Zschäpe (Mitte) steht im Gerichtssaal in München zwischen ihren Anwälten Anja Sturm (links) und Wolfgang Heer (rechts). Die NSU Neonazi-Gruppe um Zschäpe soll zwischen 2000 und 2007 zehn Morde begangen haben. © dpa
25.09.2013

NSU-Prozess: Gericht verhandelt über Morde in München und Kassel

München. Im NSU-Prozess will das Gericht am Mittwoch weitere Zeugen und Sachverständige zum Mord an Theodoros Boulgarides in München hören. Außerdem sollen zwei Kriminalbeamte zu den Ermittlungen nach dem Mord an Halit Yozgat in Kassel vernommen werden.

Der 21-Jährige war 2006 in seinem Internetcafé erschossen worden. Es war das letzte Attentat der sogenannten „Ceska-Serie“ - mit der Pistole des tschechischen Fabrikats töteten die Terroristen neun Menschen. Beate Zschäpe ist der Mittäterschaft bei sämtlichen Attentaten des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) angeklagt.

Der Fall Yozgat gab besonderen Anlass zu Spekulationen: Im hinteren Teil des Internetcafés saß zur Tatzeit ein Mitarbeiter des hessischen Landesamts für Verfassungsschutz, der aber nichts von der Tat mitbekommen haben will. Ermittlungen gegen den Mann blieben ohne Ergebnis. Die Anklage geht davon aus, dass er nur zufällig am Tatort war. Er soll erst am 1. Oktober als Zeuge gehört werden.