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Heute wird vor dem Oberlandesgericht der Prozess um die Morde und Terroranschläge des «Nationalsozialistischen Untergrunds» (NSU) und um die Angeklagte Beate Zschäpe fortgesetzt. © dpa
30.07.2013

NSU-Prozess: Nachbarin sah Beate Zschäpe nach Brand mit Katzenkörben weglaufen

Eine junge Frau aus der Nachbarschaft von Beate Zschäpe (siehe die Live-Twitter-Kommentare der PZ-news-Gerichtsreporterin Wiebke Ramm) schilderte am Dienstag im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München, wie sie kurz nach der Explosion in der Wohnung der «Zwickauer Zelle» die Angeklagte Zschäpe mit zwei Katzenkörben in der Hand weglaufen sah.

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Zschäpe habe einen roten Mantel angehabt und sei in schnellem Laufschritt weggegangen. «In jeder Hand eine Katzenbox, mehr habe ich nicht gesehen», berichtete die 18-jährige Zeugin. Dann habe sie die Feuerwehr alarmiert.

Zschäpe soll nach dem Tod ihrer mutmaßlichen Terror-Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt die gemeinsame Wohnung in Zwickau angezündet haben. Ihr wird auch Mordversuch vorgeworfen, weil sie den Tod einer 89-Jährigen in der Nachbarwohnung sowie zweier Handwerker in Kauf genommen habe.

Die 18-Jährige wohnte direkt gegenüber; die 89-Jährige ist ihre Urgroßtante. Die betagte Dame habe zunächst nichts von der Explosion mitbekommen und sei schließlich von einer Nichte aus dem Haus gebracht worden, berichtete sie.