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nsu © picture alliance / dpa
04.06.2014

NSU-Prozess: Opfer von Sprengstoffanschlag sagt als Zeugin aus

München (dpa) - Im Münchner NSU-Prozess sagt an diesem Mittwoch eine Deutsch-Iranerin aus, die bei einem Sprengstoffanschlag in Köln Anfang 2001 schwere Verletzungen davongetragen hatte. Das Verbrechen wird - neben zehn Morden und dem Nagelbombenanschlag in der Kölner Keupstraße - der Terrorzelle «Nationalsozialistischer Untergrund» (NSU) zugerechnet.

Einer der mutmaßlichen Neonazi-Terroristen, Uwe Mundlos oder Uwe Böhnhardt, soll den in einer Dose versteckten Sprengstoff kurz vor Weihnachten 2000 im Geschäft der deutsch-iranischen Familie zurückgelassen haben. Als die damals 19-jährige Tochter des Ladenhabers die Dose einige Wochen später öffnete, detonierte die Bombe.

Erst seit dem Auffliegen des NSU 2011 wissen die Ermittler um die Hintergründe der Tat. Im Brandschutt der letzten Wohnung des Trios - neben Mundlos und Uwe Böhnhardt, die Selbstmord begingen, noch die Münchner Hauptangeklagte Beate Zschäpe - fanden sich entsprechende Hinweise.