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Die Angeklagte Beate Zschäpe (Mitte) steht im Gerichtssaal in München zwischen ihren Anwälten Anja Sturm (links) und Wolfgang Heer (rechts). Die NSU Neonazi-Gruppe um Zschäpe soll zwischen 2000 und 2007 zehn Morde begangen haben.
Die Angeklagte Beate Zschäpe (Mitte) steht im Gerichtssaal in München zwischen ihren Anwälten Anja Sturm (links) und Wolfgang Heer (rechts). Die NSU Neonazi-Gruppe um Zschäpe soll zwischen 2000 und 2007 zehn Morde begangen haben. © dpa
24.09.2013

NSU-Prozess: Siebter Mord und Brand in Zwickauer Neonazi-Wohung

Im NSU-Prozess will das Gericht heute mit der Beweisaufnahme zum Mord an Theodoros Boulgarides in München beginnen. Der Anklage zufolge erschossen die Neonazi-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt den 41-Jährigen am 15. Juni 2005 in seinem Schlüsseldienst-Geschäft.

Es war der siebte von zehn Morden, die den Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds» (NSU) zugerechnet werden.

Am Dienstag sollen zwei Polizisten und ein weiterer Zeuge zu dem Mord in München vernommen werden. Außerdem sind ein Sachverständiger und ein Ermittler geladen, die den Brand in der Zwickauer Wohnung des Neonazi-Trios untersucht hatten.

Laut Anklage hatte Beate Zschäpe die Wohnung angezündet, nachdem sie vom Tod ihrer Komplizen erfuhr. Zschäpe ist als Mittäterin an sämtlichen Attentaten des NSU angeklagt. Sie soll für die legale Fassade des Trios gesorgt und damit die Morde erst ermöglicht haben.