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Im Gerichtssaal des NSU-Prozess hängt das Heilige Kreuz als Symbol des Christentums. Ein türkischer Abgeordneter will es aus dem Saal entfernen lassen. © dpa
08.05.2013

NSU-Prozess: Türkischen Abgeordneten stört Kreuz

Berlin. Deutsche Politiker und die katholische Bischofskonferenz haben sich gegen die Forderung eines türkischen Abgeordneten gewandt, das Kreuz im Gerichtssaal des NSU-Prozesses zu entfernen. "Das Kreuz gehört dahin, wo es hängt: in den Gerichtssaal", sagte der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, laut der “Bild"-Zeitung (Mittwoch).

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CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvize Günter Krings sagte dem Blatt, das Kreuz symbolisiere Nächstenliebe und Toleranz und sei Ausdruck der christlich-abendländischen Wurzeln. “Es ist gut und richtig, auch im Gericht daran erinnert zu werden," so Krings. Der CSU-Abgeordnete Johannes Singhammer sagte der Zeitung: "Es gilt die deutsche Rechtsordnung. Das Kreuz bleibt."

Der Parlamentarier Mahmut Tanal hatte das Kreuz beim NSU-Prozess in München als “Verletzung des laizistischen Rechtsstaates„ bezeichnet. Das christliche Symbol sei ein Zeichen der “Bedrohung„ für Nichtchristen, sagte Tanal, Abgeordneter der säkularistischen Oppositionspartei CHP und Mitglied der türkischen Beobachter-Delegation, laut türkischen Medien am Dienstag. Er forderte seine Entfernung.

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