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Der Thüringer Verfassungsschutz hatte 1999 konkrete Informationen darüber, welche Mitglieder der Neonazi-Szene in Jena Kontakte zum untergetauchten NSU-Trio hielten. Aber ist es auch richtig, dass sich Beate Zschäpe angeblich 1999 selbst den behörden stellen wollte?
Der Thüringer Verfassungsschutz hatte 1999 konkrete Informationen darüber, welche Mitglieder der Neonazi-Szene in Jena Kontakte zum untergetauchten NSU-Trio hielten. Aber ist es auch richtig, dass sich Beate Zschäpe angeblich 1999 selbst den behörden stellen wollte? © dpa
11.11.2014

NSU-Prozess: Wollte sich Zschäpe 1999 den Behörden stellen?

München. Der Thüringer Verfassungsschutz hatte 1999 konkrete Informationen darüber, welche Mitglieder der Neonazi-Szene in Jena Kontakte zum untergetauchten NSU-Trio hielten. Das sagte der V-Mann-Führer des einstigen Thüringer Neonazis Tino Brandt am Dienstag im NSU-Prozess in München.

Dazu zählte er die mitangeklagten mutmaßlichen Helfer im NSU-Prozess und Mitglieder der sächsischen «Blood & Honour»-Szene», bei denen das Trio nach dem Abtauchen Unterschlupf fand. Der V-Mann habe außerdem berichtet, Beate Zschäpe habe sich im Jahr 1999 den Behörden stellen wollen. Der wegen Beihilfe angeklagte Ralf Wohlleben habe darum den Kontakt zu einem Anwalt vermittelt. 

Der NSU soll von 2000 bis 2007 zehn Morde verübt haben. Zschäpe ist Hauptangeklagte im NSU-Prozess.