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Wo die Sonne intensiv scheint, ist der Schutz der Augen durch eine gute Sonnebrille besonders wichtig.
Wo die Sonne intensiv scheint, ist der Schutz der Augen durch eine gute Sonnebrille besonders wichtig. © Beitfeld und Schliekert
02.07.2014

Nachgefragt zum Thema Sonnenbrillen

  1. Wie wichtig ist eine Sonnenbrille im Urlaub, zum Beispiel im Mittelmeerraum?
    Licht erlaubt uns, die Schönheit der Welt zu sehen. Es wärmt uns und liefert unserem Körper wichtige Energie für die Bildung von Vitamin D. Auf der anderen Seite jedoch kann ein Zuviel an UV-Licht den Augen schaden. Oft beeinträchtigt die Blendung durch grelles Sonnenlicht die Sehschärfe und den Sehkomfort. Gerade im Mittelmeerraum haben wir wegen des besonderen Lichteinfalls eine sehr hohe Sonnenlichtintensität mit oft hohem UV-Anteil. Eine gute Sonnenbrille bietet hier ein sicheres und angenehmes Sehen bei allen Lichtverhältnissen.

  2. Worauf sollte beim Kauf besonders geachtet werden?
    UV-Schutz: Die wichtigste Aufgabe einer Sonnenbrille ist der Schutz vor der schädlichen UV-Strahlung. Kaufen Sie nur Brillen mit einem CE-Zeichen auf der Innenseite des Brillenbügels. Es belegt, dass die Brille die EU-Sicherheitsforderungen erfüllt, und ist in Deutschland Pflicht. Leider werden diese Kennzeichen nicht von einer zentralen Stelle vergeben, ebenso wie andere „Qualitätsmerkmale“ wie etwa „UV 400“ oder „100% UV-Schutz“ und werden daher häufig kopiert.
    Farbe der Gläser: Sie hat nichts mit dem UV-Schutz zu tun. Die Intensität der Tönungsfarbe hat lediglich Auswirkungen auf den Blendschutz. Braune, graue und grüne Gläser verfälschen die Farben der Umgebung am wenigsten. Bei gelben, roten und blauen Gläsern braucht das Auge eine gewisse Reaktionszeit, um die Farbe – wenigstens teilweise – zu „neutralisieren“. Hier ist Vorsicht geboten, gerade im Straßenverkehr. Gelbe und orangefarbene Brillengläser wirken kontraststeigernd und werden deshalb gerne beim Sport verwendet.

    Blendschutzkategorien: Zu viel Licht überfordert das Auge. Zwar zieht sich die Pupille bei hoher Lichtintensität zusammen und reduziert so die einfallende Lichtmenge. Aber manchmal genügt das nicht. – ein klarer Fall für die getönten Gläser einer Sonnenbrille. Diese filtern einen Teil des Lichts unterschiedlich stark. Der Fachmann spricht von Blendschutz-Kategorien beziehungsweise Schutzstufen. Dabei gibt es fünf Abstufungen. Für den Mittelmeerraum eignet sich die Kategorie 3: Acht bis 18 Prozent Lichtdurchlässigkeit, sehr dunkler Filter, gut geeignet für südliche Gefilde, Aufenthalt auf dem Wasser, am Strand und in den Bergen. Bei guten Sonnenbrillen ist die Schutzstufe auf der Innenseite des Brillenbügels angegeben.

    Qualität der Gläser: Eine Sonnenbrille sollte, wie jede andere Brille auch, gut geschliffene Gläser haben. Mineralglas und Kunststoff eignen sich gleichermaßen. Hochwertige Gläser der „Optischen Kategorie 1“ weisen keine Schlieren, Blasen oder Einschlüsse auf, die zu Kopfschmerzen und müden Augen führen können. Auf einen leichten Fingerdruck hin darf das Glas nicht in sich nachgeben. Ein durch das Brillenglas fixierter Gegenstand sollte sich beim Bewegen der Brille nicht verziehen oder verzerren.

  3. Mit welchen Kosten muss man für eine gute Sonnenbrille ohne Augenstärke rechnen?
    Der Preis hängt von den Anforderungen des Käufers an seine neue Sonnenbrille ab. Will man mehr oder weniger aufwendiges Design, ein bekanntes Brillenlabel, oder legt man mehr Wert auf hochwertige Brillengläser wie etwa auf Polarisation, Entspiegelung, Oberflächenhärtung und so weiter – der Kunde hat es selbst in der Hand. Bei fachgerechter Anpassung sollte die Sonnenbrille, auch wenn keine Glasstärke integriert ist, weder rutschen noch drücken.