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© Screenshot Youtube
01.10.2015

Neue H&M-Kampagne: Model trägt Kopftuch

Die neue Kampagne der schwedischen Modekette H&M heißt "Close the Loop". Das Unternehmen fordert in dem eineinhalb-minütigen Video seine Kunden dazu auf, alte Klamotten zum Recycling in den Filialen abzugeben. So weit, so gut. Besondere Aufmerksamkeit erringt im Netz derzeit eines der Models, das in dem Clip zu sehen ist. Es trägt nämlich Nasenring, stylische Sonnenbrille, rosa-farbenen Lippenstift und – Kopftuch.

Eingeblendet wird dazu der Text: „Sieh schick aus.“ Ein muslimisches Kopftuch als Fashion-Statement, das kannte man vom schwedischen Moderiesen bislang noch nicht. Nur wenige Sekunden sieht man das Model Mariah Idrissi, das reicht allerdings, um im Netz eine Diskussionswelle loszutreten. Viele sind begeistert vom Mut des Mode-Labels.

So berichtet der britische „Guardian“, dass die Tatsache, dass das Kopftuch durch solche Kampagnen in die Popkultur eindringe, sei "ein Fest religiöser Freiheiten". Das zititert das Onlineportal Süddeutsche.de.

Die Reaktionen im Netz fallen unterschiedlich aus. Viele feiern das Model und den Schritt einer westlichen Modekette, das Kopftuch derart in den Mittelpunkt zu rücken. Süddeutsche.de fragte in dem Artikel allerdings, ob ein Kleidungsstück, welches eine Frau in etlichen muslimischen Ländern der Welt unter drakonischer Strafandrohung tragen muss, ein Zeichen von Weltoffenheit sein kann.

Spekuliert wird zum Beispiel auf Twitter, ob H&M in seinen Geschäften künftig den Verkauf von Kopftüchern einplant. Auf der Homepage von H&M gibt es dazu keine Informationen.

 Hier sehen Sie das Video der neuen umstrittenen H&M-Kampagne:

 

 

 

Umfrage

H&M wirbt mit Kopftuch. Wie finden Sie das?

Religion sollte nichts mit Mode zu tun haben 44%
Das zeigt die Weltoffenheit der Modekette 5%
Ein Kopftuch sollte kein Fashion-Statement sein 27%
Jeder soll tragen, was er für richtig hält 18%
Mir egal 6%
Stimmen gesamt 865

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